Samstag, 17. April 2021
04.01.2021 09:31
Zuckerrüben

225’000 Tonnen Zucker aus 1,54 Mio. Tonnen Rüben

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Von: Peter Imhof, Schweizer Zucker AG

Grosse Ertragsunterschiede zwischen der West- und der Ostschweiz prägten die Zuckerrüben-Kampagne 2020.

Am 23. Dezember wurden in Frauenfeld nach 97 Tagen Kampagne die letzten Rüben verarbeitet.

160’000 Tonnen Import

Von den angelieferten 733’000t konventionellen Rüben stammten 570’000t aus der Schweiz. Diese erreichten einen durchschnittlichen Zuckergehalt von 17,3% bei einem Fremdbesatz von 8,4%. Bei den Importrüben wurden 75% per Bahn angeliefert.

Ähnlich wie für Aarberg ist der Rückblick aus Sicht von Verarbeitung und Logistik vorwiegend positiv. Die Fabrik konnte immer mit ausreichend Rüben versorgt werden. Ab Ende Oktober wurden Rüben per Bahn nach Aarberg verschoben, wodurch auf der Strasse zusätzliche Mengen geliefert werden konnten. Dies ermöglichte auch, die Kampagne vor Weihnachten abzuschliessen, obwohl die Erträge deutlich höher ausfielen als nach den Proberodungen geschätzt.

Die inländischen Bahntransporte für die kommenden Jahre wurden an die TR Transrail vergeben.
Heinz Röthlisberger

Geringere Verarbeitungsmenge

Zufrieden ist Schweizer Zucker AG (SZU) mit den Verlade- und Transportorganisationen sowie mit TR Transrail. Mit der Flexibilität aller Beteiligten war es möglich, die Auslastung der beiden Werke so weit wie möglich zu optimieren. Unter anderem um diese Flexibilität in Zukunft noch zu erhöhen, hat die SZU entschieden, den Auftrag für die inländischen Bahntransporte für die kommenden Jahre an die TR Transrail zu vergeben.

Insgesamt konnten 1,54 Mio. t Rüben verarbeitet und daraus 225’000t Zucker produziert werden. Die Verarbeitungsmenge war dadurch etwa 100’000t geringer als im vergangenen Jahr. Trotz ähnlichen Flächen und guten Wachstumsbedingungen liegt die Ursache dafür in den durch die Viröse Vergilbung verursachten Ertragsverlusten.

Zuckerertrag sinkt

Für 2020 liegt der Schweizerische Durchschnitt beim Bereinigten Zuckerertrag BZE bei 10,8t/ha (Vorjahr 11,9t/ha). Die Unterschiede zwischen den Regionen sind enorm. Im Kanton Waadt ist der durchschnittliche BZE mit 6,6t/ha über 50% tiefer als in Kantonen der Ostschweiz.

Zuversicht geben die neu zugelassenen Sorten, die Ausdehnung der Anbauflächen von IP-Suisse-Rüben, das Projekt zur Pflanzung von Bio-Rüben, die Aktivitäten der Fachstelle zur gezielten Bekämpfung der Blattläuse und das Forschungsprojekt von Agroscope.

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