Samstag, 23. Januar 2021
11.08.2012 11:16
Bio-Ackerbau

1000 ha mehr Bio-Ackerfläche

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Von: Samuel Krähenbühl

2011 verschwanden 1450 Bauernbetriebe. Die Biobetriebe hingegen konnten zulegen. So wuchs die Bio-Ackerfläche um 1000 ha. Namentlich Brotweizen, Futterweizen, Mais und Triticale nahmen zu.

2011 ist die Anzahl der Schweizer Landwirtschaftsbetriebe erneut zurückgegangen. Mit insgesamt 57600 Betrieben verschwanden 1450  Einheiten.

Die Anzahl der Biobetriebe hingegen ist im Jahr 2011 um 98 Einheiten auf 5760 Betriebe gestiegen. Damit ist die Zahl der Biobetriebe erstmals seit dem Rückgang, der im Jahr 2006 eingesetzt hatte, wieder angestiegen. Auch die biologisch bewirtschaftete landwirtschaftliche Nutzfläche (116’200 ha) hat zugenommen, die Zahl blieb jedoch unter dem Rekordwert von 2005, als 117’100 ha von 6400 Betrieben bewirtschaftet wurden.

1000 ha mehr Ackerfläche

Zwar werte Bio Suisse nicht systematisch Zahlen zur Betriebsgrösse und zur Ausrichtung der Umstellungsbetriebe aus, sagt Mediensprecherin Sabine Lubow. «Wir haben aber im letzten Jahr eine Umfrage bei den Umstellern durchgeführt», fügt sie an. Im nach wie vor gesuchten Bereich Ackerkulturen seien 2011 über 1000 ha hinzugekommen: «Die Betriebe pflanzen hauptsächlich Brotweizen, Futterweizen, Mais und Triticale an.» Das Spektrum der offenen Ackerfläche pro Betrieb reiche von 10 a bis 50 ha.

2300 Kühe und 2000 Schweine mehr

Auch im Bereich Fleisch rechne Bio Suisse mit über 2300 Kühen und über 2000 Schweinen mehr. «Einen Zuwachs von rund 60 ha verzeichnen wir im Bereich Gemüse und ungefähr 25 ha  im Obstbau, hier vorwiegend bei Tafelkernobst, Steinobst, Mostobst und Beeren», erklärt Lubow.

Die Kantone mit den höchsten prozentualen Zuwachsraten seien Jura,  Waadt, Neuenburg und Freiburg: «In diesen Kantonen finden sich tendenziell auch die grossen Ackerbaubetriebe, die umgestellt haben.»

In Kantonen wie Graubünden, wo es am meisten Biobetriebe gebe, Jura oder Freiburg würden die Bauern bei der Umstellung vom Kanton mit gezielten Massnahmen unterstützt, in anderen Kantonen sei dies weniger der Fall. «Unsere grösste Herausforderung bleibt, genügend Ackerbauern zu finden, die auf Bio umstellen», betont Sabine Lubow.

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