25.06.2020 16:08
Quelle: schweizerbauer.ch - sum
Boden
900m Gänge pro m3 Boden
Regenwürmer verschlingen pro Tag bis zur Hälfte ihres Eigengewichts an Nahrung. Auf ihrer Menükarte stehen vor allem «Abfallprodukte»: Pflanzenreste, Ernterückstände, Laub, morsches Holz, Mist, Aas.

Weil die Würmer keine Zähne haben, sind sie auf Hilfskräfte angewiesen. Erst wenn Pilze und Bakterien das organische Material zersetzt haben, können die Regenwürmer die Pflanzenreste in ihre Speiseröhre saugen. Dabei bewegen sie sich stetig fressend und grabend fort und  tragen  so zur Lockerung des Bodens bei.

Bis zu 150 Gänge oder 900m Röhren pro Kubikmeter finden sich in einem ungepflügten Ackerboden. Sogar im Tod erweisen die Regenwürmer Boden und Pflanzen gute Dienste: Sie sind wichtige Eiweisslieferanten für Vögel, Spitzmäuse und Ameisen, und sie stärken mit ihrem Stickstoffeintrag die Bodenfruchtbarkeit: Ein toter Regenwurm enthält bis zu 10mg Stickstoff (N).

Auf einem gesunden Wiesenboden mit 400 Würmern pro Quadratmeter werden so 30 bis 40kg N pro Hektare und Jahr freigesetzt. Das entspricht etwa der Stickstoffdüngung einer wenig intensiv bewirtschafteten Wiese. 

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