30.01.2013 07:42
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/Reuters
Kartoffeln
BASF zieht Notbremse - GV-Kartoffel-Projekte in Europa werden begraben
Der deutsche Chemiekonzern BASF zieht bei seinen GV-Kartoffel-Projekten in Europa endgültig die Reissleine. Die EU-Zulassungsverfahren für die GV-Knollen Fortuna, Amadea und Modena würden gestoppt, teilte BASF am Dienstag mit.

Weitere Investitionen in diese Projekte seien nicht zu rechtfertigen. Als Gründen führte der Konzern ein unkalkulierbares regulatorisches Umfeld an und die drohende Zerstörung von Feldern durch Gentechnik-Gegner.

Wegen der anhaltenden Gentechnik-Skepsis in Europa in vielen Ländern und jahrelangen Querelen mit Politikern und Umweltschützern hatte BASF bereits entschieden, seine Zentrale für Pflanzen-Biotechnologie von Deutschland in die USA zu verlagern.

Für alle Projekte, die ausschliesslich auf Europa ausgerichtet waren, bedeutete das das Aus. Lediglich die in der EU schon angelaufenen Zulassungsprozesse für die GV-Kartoffeln und dazu gehörende Versuche wollte der Konzern noch weiterverfolgten.

BASF kündigte zudem an, auch die Forschungen für GV-Futtermais mit verbesserten Nährstoffen in den USA nicht weiterzuverfolgen. Dagegen will das Unternehmen seine Forschung an GV-Pflanzen, die gegen Pilzbefall resistent sind, auf Mais ausweiten.

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