26.02.2016 06:11
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Boden
Boden: Cadmium und Uran über Minderaldünger eingetragen
Cadmium und Uran werden über phosphorhaltige Mineraldünger in Ackerböden eingetragen. Das belegt eine Studie der Universität Bern im Auftrag des Bundesamts für Landwirtschaft. Eine akute Umwelt- und Gesundheitsgefährdung bestehe nicht.

Die Studie untersuchte, ob Gehalte von Arsen, Cadmium, Blei und Uran in Böden von Ackerbaugebieten mit hohen phosphorhaltigen Mineraldüngergaben im Vergleich zu Böden ohne Mineraldüngung erhöht sind, wie hoch die Schadstofffrachten durch Mineraldünger sind und ob ein Anreicherungsrisiko vorliegt. Für die Studie wurden 400 Bodenproben von 228 Standorten aus dem Messnetz der NABO, des Biodiversitätsmonitorings, der Kantonalen Bodenbeobachtung (AG, BL, FR, SO) sowie des Langzeitdüngerversuchs DOK analysiert.

Die Studie liefert keine Hinweise, dass Arsen und Blei signifikant durch Mineraldüngung in Ackerböden eingetragen werden, teilt das Bundesamt für Landwirtschaft mit. Für Cadmium würden die untersuchten Ackerbaustandorte im Oberboden eine Anreicherung gegenüber dem Unterboden zeigen. Ackerbauböden wiesen durchschnittlich höhere Uran-Gehalte als Wiesen und Weiden auf, die ackerbaulich genutzten Oberböden höhere Gehalte als Unterböden.

Laut Studie besteht jedoch keine akute Umwelt- und Gesundheitsgefährdung. Das BLW will mittelfristig die Rückgewinnung von Nährstoffen und die Nutzung von mineralischen Recyclingdüngern fördern. Ziel sei es, die Stoffkreisläufe so weit als möglich zu schliessen, und so den Einsatz von P-haltigen Mineraldüngern auf das Minimum zu reduzieren ebenso wie ihren Einsatz effizienter zu gestalten.

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