27.10.2013 08:19
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Getreideernte
Brüssel geht von etwas geringerer Getreideernte aus
Die Europäische Kommission hat ihre Schätzung für die Getreideversorgung im laufenden Wirtschaftsjahr leicht nach unten korrigiert. Während die Behörde Ende September noch von einer verwendbaren Produktion in Höhe von 301,5 Mio t ausging, rechnete sie vergangene Woche im zuständigen Verwaltungsausschuss mit nur noch 299,3 Mio t.

Verglichen mit dem Vorjahr wäre das noch immer ein deutliches Plus von 8,5 %, vor allem aufgrund besserer Ernten in Spanien, Ungarn und Rumänien. Im Übrigen geht die Kommission von einem weiteren Rückgang der Getreidepreiseaus; als Ausnahme gilt Weizen. Mit Blick auf globale Anstrengungen zur Stabilisierung der Getreidepreise betonte die Behörde, das 2011 von der G20 ins Leben gerufene Agrarmarktinformationssystem (AMIS) werde mittlerweile international anerkannt.

 Das AMIS-Sekretariat ist bei der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) angesiedelt. Es bündelt Preis- und Bestandsinformationen von zahlreichen internationalen Organisationen und wichtigen Getreideexportländern. Ein Hauptziel von AMIS ist die Verbesserung der Markttransparenz, um Panikreaktionen, die zur Verschärfung von Preiskrisen führen können, vorzubeugen.

Aus den jüngsten EU-Zahlen zum Außenhandel geht hervor, dass die EU zuletzt Nettoexporteur von Getreide war - mit einem Überschuss von unter dem Strich 12 Mio t. Seit Beginn des Wirtschaftsjahrs am 1. Juli 2013 bis zum vergangenen Dienstag (22.10.) vergab die Kommission insbesondere Exportlizenzen für 8,4 Mio t Weichweizen, 4,2 Mio t Gerste und 1,4 Mio t Mais. Hinzu kamen Ausfuhrrechte für jeweils 0,2 Mio t Weizenmehl und Hartweizen, 0,7 Mio t Hafer sowie 0,05 Mio t Roggen. Dem standen auf der Importseite 1,6 Mio t Mais, 0,6 Mio t Weichweizen, 0,5 Mio t Hartweizen sowie geringe Mengen Hirse, Gerste und Weizenmehl gegenüber.

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