28.09.2016 10:14
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
D: Bauern sparen beim Mineraldüngereinsatz
Die Landwirte in Deutschland haben den Mineraldüngereinsatz im vergangenen Wirtschaftsjahr spürbar eingeschränkt. Bezogen auf den Gehalt an Reinnährstoff wurden laut Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) in der Kampagne 2015/16 insgesamt etwa 2,40 Mio. t an stickstoff-, phosphat- und kalihaltigen Düngemitteln abgesetzt und damit 184'500 t oder 7,1 % weniger als im Vorjahr.

Im Düngejahr 2014/05 war der Verkauf um 167'400 t gestiegen. Im Einzelnen verringerte sich die Vermarktung an importierten oder im Inland hergestellten Stickstoffdüngern in der Saison 2015/16 im Bundesgebiet um 6,1 % auf rund 1,71 Mio. t.

Relativ noch kräftiger nahm der Verkauf von Kalidüngern an die landwirtschaftlichen Absatzorganisationen beziehungsweise Endverbraucher in Deutschland ab, nämlich um 13,5% auf rund 397'700 t. Am schwächsten ging 2015/16 die Nachfrage nach phosphathaltigen Düngemitteln zurück: Im Vergleich zum Vorjahr verminderte sich die betreffende Absatzmenge um 3,9% auf knapp 289'600 t.

Weiter abgenommen hat der Inlandsverkauf von Kalkdünger, mit dem insbesondere der Säuregehalt des Bodens reguliert und so ein höherer Nährstoffaustrag verhindert werden soll. Die Vermarktung dieses Düngemittels verringerte sich den Wiesbadener Statistikern zufolge gegenüber der Menge von 2014/15 um 10,1% auf 2,48 Mio. t. Im Wirtschaftsjahr 2013/14 waren noch 2,87 Mio. t an Kalkdünger abgesetzt worden. Von der heimischen Forstwirtschaft wurden davon zuletzt 67'800 t eingekauft, gegenüber 83'500 t beziehungsweise 94'400 t in den beiden Vorjahren.

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