2.09.2019 09:50
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
D: Weniger Rapsöl exportiert
Die deutschen Rapsölausfuhren sind im Wirtschaftsjahr 2018/19 das zweite Mal in Folge kräftig zurückgegangen und erreichten damit den tiefsten Stand der vergangenen sieben Jahre. Wie die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) mitteilte, wurden im Berichtszeitraum 860'700 t Rapsöl exportiert.

Das entspricht gegenüber 2017/18 einem Rückgang von 15 %. Die Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) begründete die negative Entwicklung mit der geringeren Rohstoffverfügbarkeit in der Bundesrepublik. Der UFOP zufolge schrumpfte 2018/19 vor allem die Rapsölnachfrage in einigen Mitgliedstaaten der Europäischen Union deutlich.

Die grössten Mengen wurden zwar wieder in die Niederlande geliefert, die als Drehscheibe des internationalen Handels rund 491'700 t Rapsöl abnahmen, das waren allerdings 14 % weniger als im Vorjahr. Polen, das in den vergangenen fünf Jahren noch auf Platz zwei der wichtigsten Käufer von deutschem Rapsöl lag, rutschte aufgrund der Drosselung der Bezugsmenge von 60 % auf Platz vier.

Nach Einschätzung der AMI könnte dafür der Anstieg der polnischen Rapsölerzeugung verantwortlich gewesen sein. An Polens Stelle trat 2018/19 Belgien, das 85'400 t Rapsöl aus Deutschland importierte, das bedeutete ein Plus von 22 %. Derweil brachen die deutschen Rapsöllieferungen in die Staaten der Europäischen Freihandelszone (EFTA) - Island, Norwegen und die Schweiz - in der vergangenen Vermarktungssaison um fast die Hälfte auf 15'200 t ein. Als Grund dafür nennt die AMI laut UFOP den Rückgang der norwegischen Importe um zwei Drittel auf 6'000 t. Dagegen habe Großbritannien seine Einfuhren an deutschem Rapsöl auf 11'200 t verdoppelt. 


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