4.02.2015 09:57
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Dänemark
DK: Biolandbau-Anteil soll verdoppelt werden
Mit einem breit angelegten Aktionsplan will die dänische Regierung ökologische Produkte und Prinzipien in der gesamten Gesellschaft verankern und die wirtschaftliche Rolle des Biolandbaus im Land weiter stärken.

Wie das Kopenhagener Landwirtschaftsministerium vergangene Woche mitteilte, sieht der Aktionsplan unter anderem den weiteren Ausbau des Anteils biologisch produzierter Lebensmittel in öffentlichen Kantinen vor, insbesondere in Ministerien, Kasernen, Krankenhäusern und Schulen. Ausserdem bekräftigte die dänische Regierung in dem neuen Massnahmenkatalog ihr Ziel, den Anteil des Biolandbaus bis 2020 zu verdoppeln.

Dazu sollen das Landwirtschafts- und das Umweltministerium Konzepte erarbeiten, mit denen die Umstellung und die Produktion nach biologischen Kriterien vereinfacht und unterstützt werden können, wie schnellere Genehmigungsverfahren für tiergerechtere Haltungsverfahren oder Pachthilfen. Teil des Plans ist laut Agrarressort auch ein konkreter Förderkatalog, der Mittel im Umfang von 400 Mio. Dänische Kronen (57 Mio. Fr.) umfasst. Um das „Bewusstsein junger Menschen für Ökologie zu wecken“, sollen zudem die schulischen Lehrpläne mehr Wissen über den biologischen Landbau und Umweltschutz vermitteln. Dafür wird nach Angaben des Ministeriums eine Arbeitsgruppe von Fachleuten entsprechende Lehrpläne entwickeln.

Der Dachverband der dänischen Agrar- und Ernährungswirtschaft (L&F) lobte den ganzheitlichen Ansatz der Regierung, riet aber dazu, bei der Umsetzung im Inland auch die Novelle der EU-Ökoverordnung im Blick zu behalten. Die hohen dänischen Anforderungen und Standards dürften dabei nicht durch europäische Vorgaben konterkariert werden. Dringend notwendig sei beispielsweise der Erhalt einer jährlichen Überprüfung aller Ökobetriebe, so der Verband.

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