10.03.2017 07:33
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Spanien
E: Massnahmen gegen Kartoffelmotte
Wegen der rapiden Ausbreitung der Guatemala-Kartoffelmotte (Tecia solanivora) in Teilen Galiziens und Asturiens hat die spanische Regierung jetzt Massnahmen zur Bekämpfung des Schädlings angeordnet, der auf dem europäischen Festland bislang nur in Nordspanien vorkommt.

Laut einem am vergangene Woche beschlossenen Dekret dürfen in den Gemeinden, in denen die Motte festgestellt wurde, keine Kartoffeln mehr produziert oder transportiert werden. In den als Schutzzonen ausgewiesenen Gebieten rund um die betroffenen Gemeinden gelten spezielle Vorgaben zum Pflanzenschutz. Ausserdem sind systematische Kontrollen von Kartoffelbeständen, Lagerhallen und Vermarktungsstätten vorgeschrieben.

Die ursprünglich aus Lateinamerika stammende Guatemala-Kartoffelmotte, deren Larven Gänge in die Kartoffelknollen nagen, trat 1999 erstmals auf europäischem Boden auf, und zwar auf den Kanaren. Ende 2015 wurde sie dann in drei Gemeinden in Galizien und damit das erste Mal auf dem europäischen Festland gefunden. Inzwischen sind insgesamt mehr als 30 Gemeinden in Galizien und weitere elf in Asturien betroffen.

Der Kartoffelanbau dort ist laut heimischen Medienberichten ausschliesslich auf die regionale Vermarktung ausgerichtet. In Spanien bestehen aber Sorgen, dass sich der Schädling auch auf wichtige Produktionsgebiete ausbreiten könnte. Diese liegen ebenfalls vor allem im Norden des Landes. Insgesamt wurden in Spanien laut Zahlen des Landwirtschaftsministeriums zur Ernte 2015 Kartoffeln auf etwas mehr als 71 600 ha angebaut. Die Produktion belief sich in dem Jahr auf 2,28 Mio t.

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