2.07.2018 06:01
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Spanien
Erheblich mehr Getreide erwartet
Spanien erwartet für diesen Sommer eine deutlich höhere Getreideernte als im Dürrejahr 2017. Das Ergebnis aus dem Jahr 2016 wird aber wohl nicht erreicht. Laut einer ersten Schätzung des Landwirtschaftsministeriums in Madrid werden die Ackerbauern in Spanien in der aktuellen Saison voraussichtlich insgesamt 16,5 Mio t Getreide dreschen.

Das wären 34 % mehr als 2017, aber noch 14 % weniger als 2016. Die prognostizierte Erhöhung der Erntemenge gegenüber dem Vorjahr erklärte das Ressort mit dem Anstieg der Hektarerträge, diese seien 2017 extrem niedrig ausgefallen. Demgegenüber habe sich an der Anbaufläche insgesamt kaum etwas geändert.

Wie im Vorjahr werde Getreide in Spanien in dieser Saison auf 5,5 Mio ha angebaut. Gegenüber 2016 entspreche das einer Einschränkung der Fläche um 4 %. Den grössten Anteil am Gesamtanbauareal hat den Ressortzahlen zufolge die Gerste mit landesweit 2,6 Mio ha und einem voraussichtlichen Druschergebnis von insgesamt 7,9 Mio t.

Das wären 33 % mehr als im Vorjahr. Die Weichweizenfläche wird derzeit auf 1,7 Mio ha beziffert. Für diese Getreideart geht das Ministerium von einem Anstieg der Produktionsmenge in diesem Jahr um 47 % auf 5,6 Mio t aus. Die erste Schätzung des spanischen Landwirtschaftsministeriums zur Getreideernte 2018 bleibt zum Teil deutlich hinter den Produktionserwartungen des Berufsstandes und der Vermarkter zurück.

Der Bauernverband ASAJA prognostiziert aktuell eine Erntemenge von rund 17 Mio t, während der Kooperativenverband Cooperativas Agro-alimentarias von gut 19 Mio t und die Vereinigung der Getreidevermarkter (ACCOE) sogar von fast 21 Mio t ausgehen. 

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