1.06.2020 08:27
Quelle: schweizerbauer.ch - bki
Ackerbau
Ernteeinbussen bei Raps und Getreide erwartet
Swiss Granum korrigiert die Ernteprognosen beim Getreide und bei den Ölsaaten wegen der Trockenheit und Kälte nach unten. Die aktuellen Ernteschätzungen lägen witterungsbedingt unter dem Mitte März festgestellten Trend, schreibt die Branchenorganisation für Getreide, Ölsaaten und Eiweisspflanzen, Swiss Granum, in einer Mitteilung.

Die diesjährige Erntemenge an backfähigem Brotgetreide werde auf rund 450000 t geschätzt — ähnlich wie im Vorjahr. Die Schätzung der Brotgetreidefläche (inkl. Hartweizen) sei rund 2000 ha tiefer  als 2019.

Swiss Granum begründet dies mit einem Rückgang der Brotweizen- und Roggenfläche und mit einem Anstieg der Dinkelfläche. Auch beim Futtergetreide wird die Ernteprognose im Vergleich zum März nach unten korrigiert. Die Anbaufläche (ohne Körnermais) schätzt die Branchenorganisation um 4600 ha (+7,9%) höher ein als 2019. Diese Zunahme verteile sich zu gleichen Teilen auf Futterweizen und auf Gerste.

Beim Raps prognostiziert die Branchenorganisation eine Erntemenge von 84000 t. Insgesamt soll die Ölsaatenmenge laut Swiss Granum knapp 101000 t (+10%) betragen. Die Ernteschätzung bei den Eiweisspflanzen ist mit knapp 18000 t tiefer als im Vorjahr. Für diese Ernteprognosen sei der Stand der Kulturen und beim Raps besonders auch das kalte Wetter während der Blüte berücksichtigt worden, schreibt Swiss Granum. 

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