12.06.2018 07:13
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
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Fenaco: Neue Umschlagsplattform in Muttenz
Nach zweijähriger Bauzeit und Investitionen von rund 40 Mio. Franken hat die Fenaco am Auhafen in Muttenz BL eine neue Logistik- und Lagerplattform in Betrieb genommen.

Dank dieser kann die Genossenschaft importierte Agrargüter wie beispielsweise Soja , die über den Rhein angeliefert werden, selber umschlagen. Bis anhin haben das ausschliesslich externe Partner erledigt. Man werde aber auch künftig auf externe Dienstleister angewiesen sein, erklärte Hansjörg Reiss von der Fenaco.

Weiter dient die neue Plattform als Sammelstelle für Getreide aus der Region sowie als Pflichtlager im Auftrag des Bundes. Das über 70 Meter hohe Silo bietet Platz für rund 40'000 Tonnen Getreide, Ölsaaten und Futtermittel-Rohstoffe.

Optimaler Standort

Heinz Mollet, Leiter Division Agrar, lobte die optimale logistische Anbindung des Standortes am Auhafen, der eine Anlieferung per Traktor, Lastwagen, Bahn und Schiff ermögliche. Ziel sei es, dass 80 Prozent der Agrargüter mit der Bahn weitertransportiert würden.

Neu müssen Bauern aus der Region ihr Getreide nicht mehr bei der Sammelstelle auf dem Basler Dreispitz-Areal abliefern, sondern direkt am Auhafen Muttenz. Für einige Bauern bedeutet der neue Standort einen längeren Anfahrtsweg. Die Fenaco stellt den Landwirten im Gegenzug eine Prämie sowie tiefere Annahmetarife in Aussicht.

Nicht für kleine Bio-Posten

Christian Banga, Verwaltungsratspräsident der Landi Reba, zeigte sich erfreut über den neuen Standort am Auhafen. Die Sammelstelle auf dem Dreispitz-Areal sei in die Jahre gekommen, teuer im Unterhalt, personalintensiv im Betrieb und verkehrstechnisch suboptimal gelegen. Bei Spitzen sei man an die Grenzen gestossen, erklärte Banga. Vor allem aber hätten die Lagerkapazitäten hätten nicht ausgereicht. Bei Grossernten habe man ständig Getreide auslagern müssen, betonte Banga.

Die neuen Silos mit ihren grossen Zellen bedingen, dass kleinere Posten – etwa Bio-Getreide - nicht eingelagert werden können. Diese müssten nach Gelterkinden oder Laufen gebracht werden, so Banga. Die Landi Reba will künftig die Anbauplanung steuern und Bauern dazu bringen, vermehrt gleiche Getreideklassen anzubauen.

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