27.06.2020 10:46
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Ackerbau
Finnische Bauern setzen auf Erbsen
Die finnischen Ackerbauern begeistern sich zunehmend für den Anbau von Leguminosen. Nach Erhebungen des Nationalen Instituts für Natürliche Ressourcen (LUKE) sind in diesem Jahr auf mehr als 25'000 ha Erbsen ausgesät worden. Das sind fast 81% mehr als im Vorjahr.

Zugleich ist es die grösste mit Erbsen bestellte Fläche seit Beginn der finnischen Datenerhebung vor 100 Jahren. Zusammen mit Ackerbohnen werden in dem nördlichen EU-Mitgliedsland zur Ernte 2020 auf mehr als 43'000 ha Leguminosen angebaut.

Mit Abstand wichtigste Ackerfrucht bleibt aber die Gerste, deren Aussaatfläche laut LUKE zum Vorjahr um 1% auf voraussichtlich 459'000 ha ausgedehnt worden ist. Deutlicher zugelegt hat der Haferanbau, und zwar um fast 10% auf 347'000 ha. Der Zuwachs ging vor allem zu Lasten von Roggen, von dem mit 20'000 ha fast die Hälfte weniger ausgesät wurde als im Jahr zuvor.

Ein leichtes Plus registrierten die Statistiker beim Weizen, dessen Anbau die finnischen Landwirte gegenüber 2019 um 2% auf insgesamt 211'000 ha ausweiteten. Sehr zurückhaltend gaben sich die Betriebe in diesem Jahr hingegen bei der Aussaat von Winter- und Sommerraps. Wie aus der amtlichen Flächenschätzung hervorgeht, wurde das mit der schwarzen Ölsaat bestellte Areal um fast ein Fünftel auf rund 30'000 ha zurückgenommen. Den Angaben des Nationalen Instituts zufolge ist der finnische Rapsanbau damit flächenmässig wieder auf das Niveau von vor 53 Jahren zurückgefallen.

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