23.06.2017 08:44
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Getreide
Frostschäden schwer einzuschätzen
Die kalten Nächte und der Schneefall im April haben auch dem Getreide und dem Raps zugesetzt. Die Auswirkungen sind aber schwierig zu beziffern. Swiss Granum hält deshalb an den Prognosen für Erntemengen fest.

Die Branchenorganisation des Getreides, Swiss Granum, schätzt die Ernte 2017 weiterhin auf 460‘000 t backfähiges Brotgetreide (inkl. allfällig nicht backfähiges Brotgetreide), 440‘000 t Futtergetreide (ohne allfällig nicht backfähiges Brotgetreide), knapp 22‘000 t Eiweisspflanzen und rund 87‘000 t Ölsaaten, davon 70'000 t Raps. Zu beachten gilt es, dass er sich hier um provisorische Zahlen handelt.

Insgesamt verläuft die Entwicklung der Kulturen normal. «Die für die tatsächlichen Erntemengen entscheidenden Wochen bis zur Ernte stehen noch bevor», mahnt Swiss Granum in einem Communiqué von Donnerstag.

Bezüglich der Auswirkungen durch den Frost und den Schnee können keine exakten Prognosen gemacht werden. «Bei Gerste und Weizen sind aus den betroffenen Gebieten zwar einzelne Schäden bekannt. Diese betreffen nur einen Teil der Produzenten und dürften die nationale Erntemenge in Summe nur wenig beeinflussen», schreibt die Branchenorganisation.

Beim Raps gestaltet sich eine Prognose noch schwieriger. Rapspflanzen, die durch die Schneelast genickte Haupttriebe davon trugen, haben Seitentriebe ausgebildet. «Der Einfluss auf den Ertrag ist jedoch nur schwer einzuschätzen», heisst es weiter.

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