Mittwoch, 29. Juni 2022
10.06.2022 07:02
Bio

Gesucht: 15’000 Hektaren

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Von: blu

Rund 2000 Personen haben sich auf dem Hof von Céline und Simon Lüscher in Holziken AG über Anbautechnik, neue Sorten und die Marktentwicklung im Bio-Ackerbau informiert. Es besteht ein Bedarf von zusätzlichen 15’000 Hektaren Bio-Ackerbauflächen.

Der achte Bioackerbautag hatte das Ziel, den Ackerbau zu fördern und neue Landwirtinnen und Landwirte für den Anbau zu gewinnen.

Erstmals 2 Tage

An 15 Feldposten haben Fachleute Wissen zu verschiedenen Bio-Ackerkulturen vermittelt – unter anderem zu Zuckerrüben, Körnerleguminosen, Futterbau, Sonnenblumen, Kartoffeln, Mais, Weizen, Hartweizen und Speisehafer. Experten und Produzenten tauschten sich zu Ideen und Erfahrungen aus.  Zudem gab es Demonstrationen zu den neuesten Entwicklungen in der Unkrautregulierung.

Landmaschinen konnten im Einsatz beobachtet werden.
Benjamin Wiedmer

Die Organisatoren zeigen sich über den Verlauf des Anlasses sehr zufrieden. «Dieses Jahr dauerte der Bioackerbautag zum ersten Mal zwei Tage, das war ein grosser Erfolg. Die Landwirtinnen und Landwirte waren begeistert, da mehr Zeit für den Austausch mit den Experten an den Themenposten blieb. Wir haben sehr viele positive Rückmeldungen erhalten», sagte Hansueli Dierauer, einer der Mitbegründer des Bio-Ackerbautags und Mitglied des Organisationskomitees.

Bedarf: 15’000 ha

Der Bedarf nach Bio-Ackerbauprodukten ist steigend. Deshalb werden neue Produzentinnen und Produzenten gesucht. «Unsere ambitionierten Bio-Ziele beim Getreide, den Leguminosen oder beim Rübenzucker können wir nur gemeinsam mit der Schweizer Landwirtschaft erreichen. Nur wenn in den nächsten Jahren deutlich mehr Ackerflächen auf den Knospe-Anbau umgestellt werden, kann die wachsende Nachfrage gedeckt werden», führte Michael Scheidegger, Brandmanager Coop Naturaplan, aus.

An verschiedenen Posten wurde die Kulturen näher gebracht.
Benjamin Wiedmer

Gemäss Bio Suisse sind insbesondere Mahlweizen, Sonnenblumen, Futtersoja, Zuckerrüben und Speisehafer gesucht. Aufgrund der schnellen Entwicklung besteht zudem ein zusätzlicher Bedarf an Proteinträgern für die menschliche Ernährung. Um die Nachfrage zu befriedigen, sind gemäss Bio Suisse zusätzliche Bio-Ackerbauflächen von rund 15’000 ha notwendig.

Der diesjährige Anlass wurde vom Landwirtschaftliche Zentrum Liebegg, dem FiBL, die Sativa
Rheinau AG sowie Bio Suisse organisiert. Der Bio-Ackerbautag (BAT) findet alle zwei Jahre statt – alternierend mit dem Bio-Viehtag. Der nächste BAT findet im Juni 2024 statt. Der Durchführungsort steht noch nicht fest.

Stetiges Wachstum im Bio-Ackerbau

Der Bio-Ackerbau ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. So nahm der Anteil der biologisch bewirtschafteten offenen Ackerfläche in den letzten fünf Jahren im Schnitt 10 Prozent pro Jahr zu. Der Bio-Anteil im Ackerbau liegt

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6 Responses

  1. Alles gut so aber es gibt keine 100% Bio produckte, denn die Luft und den Niederschlag aus der Atmosphäre kann nicht gereinigt werden. Abgase und Kerosin können wir nicht filtern. Die einzige Möglichkeit, dass ich an Bio glaube ist, wenn eine sehr grosse Fläche ausgehoben wird die Erde gereinigt und dann unter einem grossen Zelt angebaut wird ohne weitere Fremdeinwirkungen so wie heute Bio angebaut und vermarktet wird ist nach meiner Ansicht nur „Abriss“

    1. Lieber Christian

      Vielen Dank für deinen spannenden Kommentar. Wir würden deinen Beitrag wahrscheinlich gerne in einem Podcast von „FiBL Focus“ aufnehmen und besprechen. Falls du noch mehr zum Thema beitragen möchtest, kannst du dich gerne melden bei podcast@fibl.org.

      Herzliche Grüsse vom „FiBL Focus“ Podcast-Team

  2. Jede Pflanze ist biologisch! Ob gespritzt oder nicht gespritzt spielt keine Rolle. Jeder Mensch der nur biologisch biologisch ungespritze Lebensmittel will, soll sich in Zukunft auch nur mit Wasser pflegen, und bei Krankheiten ohne Medikamente auskommen. Vielleicht gibt es dann auch weniger Menschen und wir brauchen weniger Nahrungsmittel.

  3. Ich war am Donnerstag am Anlass und er hat mich voll überzeugt. Trotz heftigem Regen war es ein toller Tag. Grossen Dank an Celine und Simon Lüscher. Ihr seit die Grössten. Peter Schmid. Seon

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