26.09.2017 17:37
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Forschung
Im «Bioboden» hats mehr Mikroben
Laut einer Metastudie des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (Fibl) gibt es in Böden, die biologisch bewirtschaftet werden, 59 Prozent mehr Biomasse aus Mikroorganismen als unter konventioneller Bewirtschaftung.

Die Mikroorganismen sind zudem bis zu 84 Prozent aktiver, wie das Fibl in einer Medienmitteilung schreibt. Durch den aktiveren Stoffwechsel der Mikroben kann organische Substanz schneller in Nährstoffe umgesetzt werden. Zudem wurde unter anderem festgestellt, dass die Bio-Bewirtschaftung einen positiven Einfluss auf den pH-Wert und den Bodenkohlenstoff hat, was sich wiederum positiv auf Mikroben auswirkt.

Laut Fibl ist es paradox, dass die Erträge im Bio-Landbau dennoch im Schnitt um 20 Prozent tiefer liegen. Die Erklärung sei, dass angepasste Sorten fehlten und auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und Dünger sowie Herbizide verzichtet werde. Es würden sich jedoch Beweise dafür mehren, dass Bio mit angepassten Sorten bei Trockenheit stabilere Erträge liefere.

In der im Fachmagazin Plos One veröffentlichten Metastudie wurden 57 Publikationen berücksichtigt.

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