26.10.2017 18:33
Quelle: schweizerbauer.ch - Susanne Meier
Getreide
Kampf um Ackerbau-Krone lanciert
Der Weizen-Junior-Cup geht in eine neue Runde. Die Weizensaat ist erfolgt. 14 Teams kämpfen um die «Ackerbau-Krone».

Am 12. Oktober konnten die Parzellen des Weizen-Junior-Cups am Strickhof in Lindau ZH unter guten Bedingungen gesät werden. Damit ist der Startschuss für den Wettbewerb erfolgt. 14 Teams haben die Herausforderung angenommen und sich angemeldet. «Aus dem Ausland ist die Landwirtschaftliche Fachschule Haldensleben aus Deutschland wieder am Start. Diese Schule ist Titelverteidigerin», weiss Marti Bertschi, verantwortlich am Strickhof für den Weizen-Junior-Cup. «Die übrigen Teams kommen aus der ganzen Deutschschweiz.»

Neu auf der Liste

Jedes Team musste für das extensive und das intensive Verfahren eine Sorte und die Saatdichte wählen. In der intensiven Variante entschieden sich die Teams für die Sorten Chaumont, Spontan, Montalto und Claro. Bertschi ergänzt: «Am häufigsten wurde Spontan gewählt. Die Sorte ist neu auf der Liste. Sie hat ein hohes Ertragspotenzial und verspricht eine gute Krankheitsresistenz.»

Beim extensiven Weizenanbau entschieden sich die Teilnehmer für Simano, Hanswin, Nara und Runal sowie für die Sortenmischungen Isuela, Isafir und Digana von IP-Suisse. Am häufigsten kam Nara zum Einsatz – dies laut Bertschi, weil sie sehr kurzstrohig und standfest ist und sich im Extenso einen guten Ruf verschafft hat.

Alle wählten IP-Suisse

Im extensiven Verfahren müssen sich die Teams für die konventionelle Extenso-Produktion oder für den Anbau nach IP-Suisse Richtlinien entscheiden. Dieses Jahr wollen alle nach den IP-Suisse-Richtlinien vorgehen – wohl auch deshalb, weil das IP-Suisse-Punktesystem nicht erfüllt werden muss. «Die Versuche sind in Kleinparzellen à 10m2 angelegt, bei jedem Verfahren gibt es vier Wiederholungen. Da haben IP-Suisse-Massnahmen wie Lerchenpatches keinen Platz», begründet Bertschi. «Doch mit Kleinparzellen und Wiederholungen kann man die Bodenunterschiede ausgleichen.»

Aus organisatorischen Gründen ist für Bodenbearbeitung, Saat und Ernte sowohl die Technik als auch der Zeitpunkt für alle identisch. Während der Vegetationsperiode entscheiden sich die Teams für eine Anbaustrategie für ihre extensiven und intensiven Weizenparzellen. Sie bestimmen alle  Massnahmen im Bereich des Pflanzenschutzes und der Düngung selbst. Die Arbeiten werden vom  Ausbildungs- und Versuchsbetrieb des Strickhofs  ausgeführt. Es gewinnt das Team, welches den höchsten kostenbereinigten Erlös im Mittel beider Verfahren erreicht.

 www.weizencup.ch 

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