14.08.2018 12:38
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Österreich
Landwirtschaft mit Rekordschäden
Hitze und Dürre haben zu Rekordschäden in Österreichs Landwirtschaft geführt. Wie die Österreichische Hagelversicherung vergangene Woche berichtete, beläuft sich der Gesamtschaden nach derzeitigen Schätzungen auf 210 Mio. Euro (238 Mio. Fr.), davon 80 Mio Euro beim Getreide und 130 Mio. Euro beim Grünland.

Das habe es in dem Alpenland noch nie gegeben. Die Entwicklungen bei den Herbstkulturen wie Soja, Mais und Zuckerrüben seien noch abzuwarten, um das gesamte Ausmass abschätzen zu können. Der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Kurt Weinberger, sprach von einer Katastrophe.

Bereits das sehr trockene Frühjahr habe im Norden des Landes zu Schäden bei den Getreidekulturen geführt. Besonders das Grünland sei aber von der langanhaltenden Hitze und Trockenheit in weiten Teilen Österreichs arg in Mitleidenschaft gezogen worden. „Wieder einmal sehen wir, welche fatalen Auswirkungen der Klimawandel auf das Wirtschaften in der freien Natur hat“, so Weinberger.

Insgesamt 80 % der landwirtschaftlichen Erträge hingen vom Wetter beziehungsweise vom Klima ab. Letztlich seien aber nicht nur die Bauern, sondern auch die Lebensmittelversorgungssicherheit und somit die gesamte Bevölkerung betroffen.

Unterdessen haben die Landwirte in Österreich die Möglichkeit, ihre Kulturen und insbesondere das Grünland bei der Hagelversicherung gegen das Risiko Dürre abzusichern. Anhand von Wetterdaten wird nach Unternehmensangaben dann der Schaden ermittelt. Allerdings handele es sich nicht um eine „Vollkaskoversicherung“ - mindestens ein Drittel des Schadens habe der Landwirt selbst zu tragen.

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