10.10.2018 07:34
Quelle: schweizerbauer.ch - khe
Luzern
LU: Erdmandelgras gemeingefährlich
Unkräuter wie Erdmandelgras und Borstenhirse würden wegen ihrer starken Ausbreitung mehr und mehr zum Problem. Nun sollen die Luzerner Bauern vom Kanton finanziell entschädigt werden.

Die starke Verbreitung von Erdmandelgras und Borstenhirse führen in der Landwirtschaft zunehmend zu Problemen. Nun habe der Luzerner Regierungsrat mit seinem Beschluss von Ende September das Erdmandelgras als gemeingefährlich erklärt, schreibt die «Luzerner Zeitung». 

Kosten im fünfstelligen Bereich

Damit reagiere er auf die Aufforderung des Bundes Grundlagen zu schaffen, damit die Verbreitung des Gewächses erhoben und Massnahmen zur Bekämpfung angeordnet werden können. Zudem habe der Bauernverband um finanzielle Unterstützung gebeten.

Gemäss «Luzerner Zeitung» ist das Auftreten gemeingefährlichen Unkrautes meldepflichtig. Die betroffenen Gebiete werden demnach auf einer Karte erfasst. Die Dienststelle Landwirtschaft und Wald kann Schutzgebiete, Einzelherd- und Eindämmungszonen erlassen. Der Kanton wiederum, hat die Möglichkeit Beiträge für die betroffenen Felder sprechen. Nach einer ersten Schätzung rechne man nun mit Kosten im fünfstelligen Bereich.

Verbreitung eindämmen

Da die Knöllchen des Erdmandelgrases vorwiegend durch Maschinen weitergetragen werden, weist der Kanton Luzern Lohnunternehmen darauf hin, landwirtschaftliche Maschinen nach dem Einsatz auf einem befallenen Feld gründlich zu reinigen – bei grösserem Befall gar durch eine Dampfbehandlung. Vor allem bei Frühjahrs- und Gemüsekulturen und insbesondere bei Kartoffeln oder Zuckerrüben kann das Unkraut zu grossen Ertragsausfällen führen.

Wegen des heissen und trockenen Sommers komme es auch bei der Borstenhirse zu übermässiger Ausbreitung, so die «Luzerner Zeitung». Sie befalle vor allem Südhänge. Wird sie von Tieren gefressen, kann sie zu Rachenverletzungen führen. 


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