20.06.2016 15:57
Quelle: schweizerbauer.ch - sum
Mais
Luftpost fürs Maisfeld
Der Maiszünsler kann mit Schlupfwespen bekämpft werden. Es ist höchste Zeit, die Nützlinge zu bestellen.

Ab etwa dem 25. Juni, je nach Witterung, schlüpfen die Maiszünslerfalter, die im Maisschlag des Vorjahres überwintert haben. In der Folge fliegen sie in den neuen Maisbestand ein. Wenn nichts unternommen wird, werden in Befallsgebieten grosse Schäden und   Ernteeinbussen riskiert.

Eier in die Eier

Die Falter beginnen bereits kurz nach dem Schlüpfen mit dem Ablegen der Eier, aus denen sich die Larven entwickeln. Diese bohren sich durch den Maisstängel und mindern damit nicht nur die Stabilität der Pflanze, sondern unterbrechen so auch die Nährstoffzufuhr aus den Wurzeln. Mykotoxinbildende Pilze dringen über die Maiszünslerlöcher ein und breiten sich in der geschwächten Pflanze aus.

Der Einsatz von Schlupfwespen (Trichogramma) verhindert dies. Die Trichogramma legen ihre Eier in die des Maiszünslers und unterbinden somit die Entwicklung des Schädlings. Einmal ausgebracht, vermehren sich die Trichogramma während des gesamten Falterflugs.

Sofort ausbringen

Je nach Bedarf und Befallsdruck werden die Schlupfwespen auf unterschiedliche Weise ausgebracht – sie werden aufgebracht auf Karten direkt an die Pflanze gehängt oder in Kugeln von Hand oder zeitsparend mit dem Multikopter ausgebracht.

Wer Trichogramma bestellt, wird kurzfristig über den Lieferzeitpunkt informiert. Sollte es dennoch nicht möglich sein, die Schlupfwespen unmittelbar nach Erhalt auszubringen, sollten sie beispielsweise im Keller bei rund 14°C gelagert und bis zum Einsatz nicht der direkten Sonne und keinen Temperaturen über 18°C ausgesetzt werden.

Falls Sie sich dafür entschieden haben, die Schlupfwespen mit Hilfe des Multikopters ausbringen zu lassen, werden die Insekten vom Pilot am Ausbringungstermin auf dem angegebenen Feld verteilt. Trichogramma können solange Vorrat bei UFA-Samen Nützlinge bestellt werden: www.nuetzlinge.ch, Tel. 058 434 32 82.

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