3.03.2016 09:18
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Mais
Mais benötigt wenig Pflanzenschutz
Der Mais ist im Vergleich der Kulturen, für die Erhebungen zur Pflanzenschutzmittelanwendung in der Praxis durchgeführt werden, die ackerbauliche Kultur mit der geringsten Pflanzenschutzintensität.

Darauf hat das Deutsche Maiskomitee (DMK) unter Berufung auf eine Studie des Julius-Kühn-Instituts (JKI) hingewiesen. Verglichen worden seien die Erhebungen für Winterweizen, Wintergerste, Winterraps, Mais undKartoffeln im Rahmen des Nationalen Aktionsplans zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (NAP).

Demnach habe die Behandlungshäufigkeit für Mais in den Jahren 2011 bis 2014 einen Wert von 1,3 bis 1,5 ausgewiesen, der im Wesentlichen auf den Einsatz von Herbiziden zurückgehe. In geringerem Umfang seien auch Insektizide verwendet worden, während an Fungiziden keine Anwendung stattgefunden habe. Alle anderen Kulturen kamen laut DMK in den Vergleichsjahren jeweils auf höhere Werte, so auch 2014.

Hier hätten die Behandlungshäufigkeiten bei Mais einen Wert von 1,5, bei Wintergerste von 3,4, bei Winterweizen von 4,4, bei Winterraps von 5,8 und bei Kartoffeln von 9,7 erreicht. Das gehe darauf zurück, dass der Herbizid- und Insektizideinsatz bei allen Kulturen mit Ausnahme von Wintergerste höher sei als beim Mais.

Die konstant niedrigen Behandlungshäufigkeiten verdeutlichen nach Aussage des Komitees, dass mit einer Applikation sowohl die dikotylen Unkräuter wie auch die häufig schwieriger zu bekämpfenden Hirsearten ausreichend kontrolliert werden können. Die niedrigen Werte für Insektizide zeigten, dass die Anwendung selten erfolge. Es handle sich dabei vor allem um die Bekämpfung des Maiszünslers.

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