9.02.2016 12:16
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Ukraine
Mehr Ertrag durch Bewässerung
Die Regierung in Kiew will die Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen im Süden des Landes mit dem Ziel einer höheren Agrarproduktion wieder voranbringen. Dazu hat sie einen Rat für Fragen der landwirtschaftlichen Bewässerung unter Beteiligung ausländischer Fachleute und Institutionen ins Leben gerufen.

Wie der Pressedienst der Regierung jetzt mitteilte, bedarf die gesamte Infrastruktur des Bewässerungssystems landesweit des Wiederaufbaus und der Modernisierung. Dafür seien umfangreiche Investitionen erforderlich.

In die Erarbeitung und Umsetzung eines Strategieprogramms für Agrarbewässerung soll die Fachkompetenz mehrerer Ministerien, aber auch die Erfahrungen von Experten der Weltbank und des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) einfliessen. Zum Koordinationsrat gehören neben dem Kiewer Agrarminister als Leiter, aktuell noch Olexij Pawlenko, auch Vertreter der Ministerien für Finanzen, für Wirtschaft, für Ökologie und Naturschutz, für Regionalentwicklung sowie der Staatsagentur für Wasserressourcen, des Fonds für Staatseigentum und des staatlichen Geo-Katasters an.

Laut Pawlenko betrifft die „wiederaufzubauende“ Bewässerung eine Fläche von mehr als 500'000 ha. Durch die Bewässerung könnten Erträge verdreifacht und die Agrarproduktion des Landes jährlich um insgesamt 8 Mio t bis 10 Mio t gesteigert werden, so der Minister. Die erforderlichen Investitionen werden vom Koordinationsrat mit Blick auf dieses und das kommende Jahr auf umgerechnet 1,4 Mrd. Euro bis 1,8 Mrd. Euro geschätzt. Für das laufende Jahr will das Ministerium dafür bis zu 900 Mio. Euro an Auslandsgeldern einwerben.

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