12.03.2018 17:40
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Getreide
Mehr Rapsfläche dank Zweifel
Für dieses Jahr geht die Branchenorganisation Swiss Granum von einem Anstieg bei den Dinkel- und Rapsflächen aus. Demgegenüber gehen die Anbauflächen für Brotweizen und Sonnenblumen zurück.

Insgesamt bleibt die Getreidefläche 2018 praktisch konstant. Die Dinkelfläche (+ 15%) nimmt jedoch zu Lasten der Weizenfläche zu. Auch die Triticale-Fläche nimmt leicht ab (- 7%), Die Flächen der Eiweisspflanzen (+ 3%) befinden sich weiterhin im Aufwind. Die Rapsfläche (+ 17%) nimmt massiv zu, während die Sonnenblumenfläche (- 5%) leicht zurückgeht.

Weniger Brotgetreide

Die Anbaufläche für Dinkel steigt laut den Prognosen um knapp 15 Prozent (+700 ha) auf 5'700 Hektaren, wie Swiss Granum mitteilt. Die Roggenanbaufläche bleibt im Vergleich zu 2017 stabil.

Insgesamt geht aber die Brotgetreide-Fläche leicht zurück. Die im Herbst gesäte Fläche wird auf 74‘000 ha geschätzt. Bei den Anteilen der Qualitätsklassen von Brotweizen zeigen sich grössere Verschiebungen im Vergleich zu den Vorjahren. Den grössten Anteil weist nach wie vor die Klasse Top mit 55.8% (2017: 49.5%) auf, welche zu Lasten der Klasse I mit 32.4% (2017: 37.7%) sowie der Klasse II mit 11.1% (2017: 12.2%) ausgedehnt wird. Die beiden bedeutendsten Sorten beim Brotweizen sind wie schon 2017 CH Nara (Top) mit einem Anteil von 28,2% am Brotweizen-Saatgut, gefolgt von Forel (Klasse I) mit einem Anteil von 9.5%.

Mehr Gerste, weniger Triticale

Die Brotgetreide-Ernte wird auf 470'000 Tonnen geschätzt, wobei ein noch nicht bekannter Anteil davon wegen Mängeln voraussichtlich im Futterkanal abgesetzt wird.

Die Anbaufläche von Gerste (+270 ha auf 27'200 ha) und Futterweizen (+ 120 ha auf 6500 ha) ist im Vergleich mit 2017 gestiegen, die Triticalefläche hingegen wird von Swiss Granum um knapp 600 ha auf noch 7950 ha tiefer eingeschätzt. Es wird mit einer Futtergetreide-Ernte von 440'000 Tonnen gerechnet, wobei das nicht backfähige Brotgetreide in diesen Zahlen nicht eingerechnet ist.

Raps: Zweifel generiert Nachfrage

Deutlich um 17 Prozent auf 24'000 Hektaren steigt die Anbaufläche für Raps an. Beim Raps stieg die Zuteilung von 73‘840 Tonnen auf 91‘120 Tonnen. Die Zunahme ist vor allem mit der Umstellung von Zweifel Chips auf einheimisches Holl-Raps-Öl zurückzuführen. Die Anbaumenge beim Holl-Raps wurde auf die Ernte 2018 um 8000 Tonnen auf 28'000 Tonnen ausgedehnt.

Ein Rückgang verglichen mit 2017 zeichnet sich bei Sonnenblumen (-260 ha) ab, deren Fläche auf 5‘000 ha geschätzt wird. Bei der Soja wird eine stabile Fläche erwartet. Insgesamt wird mit 106'000 Tonnen Ölsaaten gerechnet, wobei 88'900 Tonnen auf Raps entfallen. Die Fläche der Eiweisspflanzen steigt 2018 gemäss den ersten Einschätzungen von Swiss Granum um knapp 200 ha an. Dies ist auf den Anstieg bei den Mischkulturen und bei Eiweisserbsen zurückzuführen. Erwartet wird eine Erntemenge von knapp 22‘000 t, welche in der Grössenordnung des Vorjahres liegt.

Bei den Zahlen handelt es sich um erste Schätzungen und Prognosen. Genauere Zahlen sind laut Swiss Granum mit der Ernteschätzung Ende Mai möglich.

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