9.07.2017 09:45
Quelle: schweizerbauer.ch - sum
Getreide
Nach dem Dreschen Grubber anhängen
Nach der Getreideernte macht eine rasche Stoppelbearbeitung Sinn. Nach der Rapsernte hingegen sollte man einige Tage zuwarten, bis der Ausfallraps gekeimt hat. Sonst gibt es noch Jahre später Probleme.

Ist der Boden so trocken wie jetzt, kann die Zeit nach der Gersten- oder Rapsernte zur Bekämpfung des Ausfalls genutzt werden. Dabei gibt es aber Unterschiede beim Vorgehen:

Nach Getreide macht es Sinn, sofort nach der Ernte mit der Scheibenegge oder mit dem Flügelschargrubber eine oberflächliche, 5 bis 8 cm tiefe Bodenbearbeitung durchzuführen. So wird das Ausfallgetreide zum Keimen gebracht. Zusätzlich werden die wasserführenden Poren unterbrochen, was die Wasserverdunstung reduziert.   

Raps nicht vergraben

Beim Raps wird keine Stoppelbearbeitung durchgeführt, weil der Raps ein Lichtkeimer ist und an der Oberfläche keimt. Werden die Samen bei einer Stoppelbearbeitung in tiefere Bodenschichten gebracht, fallen sie in eine Keimruhe.

Auch Jahre später können diese Rapskörner wieder auskeimen, falls sie an die Oberfläche gelangen. Möglich ist hingegen ein Durchgang mit dem Striegel nach der ersten Keimwelle. Dieser bewirkt, dass Körner, welche unter dem Stroh liegen, auch zur Keimung angeregt werden. 

Fixe Fristen aufgehoben

Die fixen Fristen für die Ansaat sowie für die minimale Dauer einer Gründüngung oder einer Zwischenkultur im ÖLN wurden auf dieses Jahr hin aufgehoben. Es  bleibt die Pflicht, auf jeder Parzelle mit Kulturen, die vor dem 31. August geerntet werden, im laufenden Jahr eine Winterkultur, Zwischenfutter oder Gründüngung anzusäen.

Wer am Ressourceneffizienzprogramm zur schonenden Bodenbearbeitung teilnimmt, muss die direktzahlungsberechtigte Hauptkultur mit Direktsaat, Streifensaat oder Mulchsaat aussäen.  

Wird eine Zwischenkultur angelegt, darf das Ansaatverfahren von demjenigen der Hauptkultur abweichen, muss jedoch mit Direkt-, Streifenfräs- oder Mulchsaat erfolgen. Der Pflugeinsatz ist verboten. Wer sich für den Zusatzbeitrag für den Verzicht auf Herbizide angemeldet hat, darf den Pflug für die Mulchsaat einsetzen, aber die maximale Bearbeitungstiefe von 10cm nicht überschreiten. 

Bodenproben stechen 

Im ÖLN müssen alle zehn Jahre Bodenproben gestochen werden. Der beste Zeitpunkt dazu ist nach der Ernte der Hauptkultur. Die Proben sollten immer unter ähnlichen Bedingungen genommen werden. Die Probennahme richtet sich nach der Bearbeitung: Bei gepflügten Böden sind das 20 cm, bei Direktsaat 10cm Einstichtiefe. Über die Parzelle verteilt werden mindestens 20 Einstiche gemacht, und pro Einstich wird nur wenig Erde entnommen. Es dürfen keine Hofdünger- oder Pflanzenreste in die Probe gelangen. sum

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