Freitag, 24. September 2021
02.08.2021 15:46
Zuckerrüben

Nur 13 Prozent Zucker und tiefe Rübenerträge

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Von: Peter Imhof, Schweizer Zucker AG

Auf leichten Böden präsentieren sich die Rüben gut. Auf Böden mit Staunässe sind grosse Ertragsverluste absehbar.

Bis Anfang April konnte die Rübensaat bei sehr guten Bedingungen abgeschlossen werden. Ein Temperatursturz nach Ostern mit mehreren intensiven Frostnächten verursachte vorwiegend in der Westschweiz Schäden an den noch jungen Rüben.

Langsame Jugendentwicklung

Die kühlen Temperaturen und die bis Ende April herrschende Trockenheit führten zu einer langsamen Jugendentwicklung. Nach einem ebenfalls kühlen Mai setzte mit den steigenden Temperaturen ein Wachstumsschub ein. Der Reihenschluss erfolgte mehrheitlich bis zum längsten Tag.

Nach den intensiven Niederschlägen der letzten Wochen sowie den zahlreichen Hagelereignissen präsentieren sich die Rüben derzeit unterschiedlich. Während sie sich an leichten Standorten sehr gut entwickelt haben, sind auf Böden mit Staunässe grosse Ertragsverluste absehbar.

Blattkrankheiten bisher kein Thema

Im Gegensatz zum letzten Jahr waren Blattkrankheiten bisher kein Thema. Ein möglicher Befall von Viröser Vergilbung musste bisher nur an einzelnen unbehandelten Standorten beobachtet werden. Auch Cercospora und SBR konnten sich bisher nicht ausbreiten.

Aufgrund der bisherigen Entwicklung wurden bei dieser ersten Proberodung keine Spitzenerträge erwartet. Bestätigt hat sich die hohe Blattmasse. Die gemessenen Zuckergehalte sind mit 13 Prozent ausserordentlich tief, was infolge der fehlenden Sonnenscheindauer nicht überrascht. Tiefer als erwartet sind die Rübenerträge ausgefallen.

Nächste Wochen entscheidend

Einige der Erhebungsparzellen sind von Staunässe mit entsprechend tiefen Erträgen betroffen. Ob dieser Anteil repräsentativ ist, lässt sich nur schwer einschätzen. Die Resultate sind ähnlich wie 2016, auch in Bezug auf die Niederschläge.

Damals bremsten die heissen und trockenen Monate August und September das weitere Rübenwachstum. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob dank der gesunden Blattmasse ein überdurchschnittliches oder, verursacht durch die anhaltende Nässe, ein unterdurchschnittliches Wachstum einsetzt.

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