26.08.2019 18:33
Quelle: schweizerbauer.ch - Peter Imhof, Schweizer Zucker AG
Zuckerrüben
Rüben haben kräftig zugelegt
Eine Einschätzung der zu erwartenden Rübenmenge ist aufgrund des Wetters bei der Proberodung schwierig.

Seit der ersten Proberodung vom 23. Juli herrschten nahezu ideale Wachstumsbedingungen. An den meisten der schweizweit 40 Standorte der Erhebungsparzellen haben sich die Rüben sehr gut von Hitze und Trockenheit erholt und kräftig an Gewicht zugelegt. Die durchschnittlichen täglichen Zunahmen liegen in der Westschweiz bei 1,2t/ha und in der Ostschweiz bei 1,3t/ha. Demgegenüber sind die Zuckergehalte deutlich gesunken.

Sowohl der Massenzuwachs als auch der Rückgang beim Zuckergehalt stellen Extremwerte dar. Die ausgiebigen Niederschläge der letzten Tage haben zu schweren Rüben und einem Verdünnungseffekt beim Zuckergehalt und den anderen Inhaltsstoffen geführt. Der Rückgang beim Zuckergehalt ist somit nicht auf Cercospora oder SBR zurückzuführen. Während die gemessenen Rübenerträge mit 69,2 t/ha und 77t/ha ähnlich sind wie 2017 und somit eine überdurchschnittliche Ernte erwarten lassen, bleiben die Zuckererträge unter dem fünfjährigen Durchschnitt.

Durch die gemessenen Extremwerte und die Witterungsbedingungen bei der Proberodung bleibt eine Einschätzung der zu erwartenden Rübenmenge schwierig. Die vorhandene Bodenfeuchte und die nach wie vor meist gesunden Bestände sind jedoch gute Voraussetzungen für einen deutlichen Zuwachs beim Zuckerertrag in den nächsten Wochen. Die Kampagne beginnt in Frauenfeld definitiv am 22. September. Die Verarbeitung der Biorüben wird  rund zwei Wochen in Anspruch nehmen, sodass die Lieferungen der konventionellen Rüben um den 7. Oktober starten. Der Kampagnenstart in Aarberg ist am 2. Oktober.

 

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