27.12.2014 08:23
Quelle: schweizerbauer.ch - SBV
Jahresrückblick 2014 (5)
Rückblick 2014 (5): Gutes Rüben- und Kartoffeljahr - aufwändige Gemüseproduktion
Der Schweizerische Bauernverband (SBV) zieht Bilanz über das Jahr 2014. Im fünften Teil wird die Kartoffel-, Zuckerrüben- und Gemüseproduktion genauer analysiert.

Rekord beim Zucker

Nachdem die Zuckersilos nach 2013 nicht gefüllt waren, hoffte man auf gute Erträge im Jahr 2014. Die Quote wurde gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Dank idealen Saatbedingungen im März und wüchsigen Frühlingsmonaten entwickelten sich die Rüben gut. Die nassen Sommermonate förderten in einigen Regionen den Fäulnisbefall.

Nahezu ideale Witterungsbedingungen im Herbst liessen die Erträge auf Rekord- und die Zuckergehalte auf sehr gute Durchschnittshöhen ansteigen. Bis Ende Dezember wurde aus der Rübenernte 2014 ein Rekord von rund 300‘000 t Zucker produziert, der bisherige Rekord lag bei 294‘000 t im Jahre 2011.

Gute Kartoffelernte

Nach der historisch kleinen Menge 2013 fiel die Kartoffelernte 2014 trotz des nassen Sommers und den relativ starken Temperaturschwankungen überdurchschnittlich aus. Die äusseren und inneren Qualitäten waren mittelmässig, es kam zu Schorf, Hohlherzigkeit und Fäulnis. Die Flächenerträge lagen rund 8% über dem Durchschnitt der letzten Jahre und die Anbaufläche nahm um rund 300 Hektaren zu.

Aufgrund des grösseren Angebots und der leicht gesunkenen Nachfrage lagen die Produzentenpreise 2014 am unteren Ende des Preisbandes und somit deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Auch die Bio-Kartoffeln verzeichneten im Vergleich zu den Vorjahren eine grosse Ernte.

Anspruchsvolle Gemüseproduktion

Die ersten Frühlingsgemüse wie Salate, Spargeln und Rhabarber gelangten früh und in hervorragender Qualität auf den Markt. Die Vollversorgung war rasch erreicht. Die anhaltend feuchte Witterung im Sommer stellte besonders für die Freilandproduktion eine grosse Herausforderung dar. Die Produktion von Qualitätsware in den nassen Böden war sehr aufwändig und anspruchsvoll.

Die Branche war auf Importe angewiesen, um den Markt versorgen zu können. Aufgrund des mangelnden Lichts lagen auch die Angebotsmengen der Gewächshauskulturen tiefer als im Vorjahr. Die Nachfrage verschob sich tendenziell von typischen Sommergemüsen wie Tomaten, Gurken und Salaten zu Kochgemüsen wie Blumenkohl, Broccoli und Zucchetti. Zum Herbstbeginn hatte sich das Angebot wieder erholt. Die Lagersaison startete mit einer guten Situation bei Karotten und Zwiebeln.

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