12.08.2018 07:14
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Zuckerrüben
Russische Rübenbauern in der Krise
Russlands Zuckerrübenanbauer blicken derzeit pessimistisch in die Zukunft. Der Grund dafür sind niedrige Preise und die Aussicht auf rückläufige Erträge.

Da die Zuckerrüben im Süden und Südosten des Landes zuletzt unter Trocken- und Hitzestress standen, rechnen die Produzentenverbände für das kommende Wirtschaftsjahr mit einer kleineren Ernte als 2017/18. 

Die Wachstumsraten liegen nach Verbandsangaben bis zu 50 % unter dem Vorjahresniveau. In aktuellen Prognosen wird die Zuckerproduktion auf 5,5 Mio. t bis 6,3 Mio. t veranschlagt. In der Saison 2017/18 hatte sich das Zuckeraufkommen nach Angaben des Statistikamtes (Rosstat) auf 6,62 Mio. t belaufen, was gegenüber der vorangegangenen Saison einemAnstieg von 332'000 t oder 5,3% entsprach. Mit Blick auf den Wachstumsrückstand der Zuckerrüben gehen die Produzentenverbände davon aus, dass die Verarbeitung der Ernte später als üblich beginnen dürfte. 

Unterdessen sind die Zuckerpreise laut Darstellung der Marktbeobachter aufgrund der im vergangenen Jahr gestiegenen Produktionsmengen spürbar eingebrochen. Den Höhepunkt der Zuckerpreise verorteten die Analysten Mitte Mai mit 34,5 rbl/kg (0,52 Fr./kg). Bis Mitte Juli wurde ein Rückgang auf 28 rbl/kg (0,43 Euro/kg) verzeichnet. Selbst bei einer kleineren Zuckerrübenernte ist laut Rosstat im Wirtschaftsjahr 2018/19 nicht mit einer Erholung der Preise zu rechnen. 

Auch die Exporte erwiesen sie nicht als Preisstütze, obwohl die Exportmenge an Weisszucker 2017/18 mit 550'000 t um zwei Drittel grösser ausgefallen war als im Jahr zuvor. Angesichts der eingetrübten Ernteaussichten wird das Exportpotential für die Saison 2018/19 geringer eingeschätzt.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE