20.02.2018 09:12
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Schweden
S: Ackerland gefragt und teuer
Die Preise für Ackerland haben in Schweden im letzten Jahr insgesamt wieder deutlich zugelegt. Nach Erhebungen des Beratungsunternehmens LRF Consult lag der Kaufpreis 2017 im landesweiten Durchschnitt bei umgerechnet 16'013 Franken pro Hektar, was einem Anstieg von 10 % zum Vorjahr entsprach.

Innerhalb von fünf Jahren hat der Kaufwert sogar um fast ein Drittel zugelegt. Regional gehen die Landpreise allerdings sehr weit auseinander. Das zum Schwedischen Bauernverband (LRF) gehörende Beratungsunternehmen unterteilt die Flächen dabei in fünf verschiedene Fruchtbarkeitsklassen.

In der höchsten Güteklasse 1, zu der unter anderem die fruchtbaren Ebenen von Skane und Östergötland zählen, mussten laut LRF Consult im vergangenen Jahr im Schnitt 39'491 Franken pro Hektar gezahlt werden. Im Vergleich zum Vorjahr ist der mittlere Kaufwert damit um 3 % zurückgegangen.

Interesse unverändert hoch

Nach Einschätzung der LRF-Fachleute kann daraus aber kein Trendwechsel abgeleitet werden, zumal das Interesse am Boden auch in diesen Gegenden unverändert hoch geblieben ist. Dies wird auch durch die kräftigen Preisaufschläge bei den schwächeren Güteklassen unterstrichen.

Nach Angaben des Beratungsunternehmens zogen die Kurse in der zweithöchsten Qualitätsstufe um 12 % auf 22'679 Franken/ha an. In der niedrigsten Bodenklasse 5 mussten mit umgerechnet 8'174 Franken im Durchschnitt fast 30 % mehr bezahlt werden als ein Jahr zuvor.

Gute wirtschaftliche Situation

Der insgesamt weiter steigende Bodenpreis resultiert nach Darstellung von LRF-Chefberater Markus Helin vor allem aus der guten wirtschaftlichen Situation der Betriebe und den unverändert günstigen Zinsen.

Da sich daran voraussichtlich auch im laufenden Jahr wenig ändern dürfte, rechnet Helin bis Jahresende weiterhin mit einem starken Kaufinteresse und steigenden Preisen für Ackerland. 

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