15.04.2018 19:30
Quelle: schweizerbauer.ch - khe
Nager
Schermäuse zerstören Felder
Landwirte in der ganzen Schweiz sind momentan mit der Schermausplage konfrontiert. Mancherorts ist die Populationsdichte so hoch, dass sich eine grossflächige Bekämpfung kaum mehr lohnt.

Der Landwirtschaftliche Informationsdienst berichtete vergangenen Freitag, dass es auf rund vier Fünfteln der von der eidgenössischen Forschungsanstalt Agroscope beobachteten Standpunkte mehr Schermäuse gab als im Vorjahr.

An einem Grossteil der Standorte sei eine grossflächige Bekämpfung kaum mehr sinnvoll, da die für eine effiziente Bekämpfung der Mäuse kritische Grösse von 40 Exemplaren pro Hektare bereits überschritten sei, schreibt das Onlineportal blick.ch in einem Artikel.

Grund für die Mäuseplage sei die lange und warme Vegetationszeit 2017. So konnten die Schermäuse bis zu zwei Würden mehr als üblich aufziehen. Einem Pärchen ist es möglich, von Frühling bis Herbst bis zu 100 Nachkommen zu zeugen. Bereits nach zwei Monaten sind die Jungen wieder geschlechtsreif.

Eine einzige Schermaus kann grossen Schaden anrichten. Pro Tag frisst sie rund 150 Gramm Wurzeln. Die Nager sind somit nicht nur beeinträchtigend für die Futterproduktion, sondern schaden auch dem Obstbau, in dem sie ganze Bäume zum Absterben bringen. 


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