Montag, 27. Juni 2022
27.05.2022 12:57
Ackerbau

Soja: Rekordjahr in Europa erwartet

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Von: mgt/blu

Europa steht vor einem Rekordjahr bei Soja: 2022 dürfte die gesamte Sojafläche auf 4,5 Mio. Hektar anwachsen, das sind 4,3% mehr als 2021. Die Anbaufläche in der EU-27 wird voraussichtlich um 12% auf den Rekordwert von 1,09 Mio. Hektar steigen. Diese Zahlen zeigt der aktuelle «Market Report» von Donau Soja.

Grössere Zuwächse werden in Deutschland, Österreich, Italien, Polen, der Slowakei, Tschechien und Kroatien erwartet. Die Zunahme beim Sojaanbau in der EU führt Donau Soja auf eine Kombination verschiedener Faktoren zurück: hohe Rohstoffpreise oder die Nachfrage nach einheimischem GVO-freien Soja.

Braucht weniger Dünger

Auch die begrenzte Verfügbarkeit von Düngemitteln fördere Soja, da die Bohne weniger auf Stickstoffdünger angewiesen sei als andere Ackerkulturen. «Schliesslich wird Soja auch als besser geeignet angesehen, mit den zunehmend heissen, trockenen Bedingungen umzugehen, die in vielen Teilen Europas vorherrschen», heisst es in der Mitteilung von Donau Soja.

In der Ukraine ist die Aussaat auch besser vonstatten gegangen als befürchtet. «Das Niveau von 2021 dürfte erreicht werden», sagt Donau Soja-Präsident Matthias Krön. Soja verursache durch die frühere Ernte deutlich geringere Energiekosten für die Trocknung der Ernte als beispielsweise Mais. «Mit Stand heute sind rund 1,1 Millionen Hektar Sojafelder bestellt, und die Hauptanbausaison dauert noch mindestens 3 Wochen. Wir rechnen also auch in der Ukraine mit einer Soja-Zunahme im Jahr 2022», so Krön.   

Die Anbaufläche steigt auf einen neuen Rekordwert.
Donau Soja

Erntemenge steigt auf 10 Millionen Tonnen

Die Anbaufläche steigt gemäss Prognose von Donau Soja in Europa auf rund 4,5 Millionen Hektaren, in der EU-27 wird voraussichtlich ein Rekordwert von 1,09 Mio. Hektar erreicht. Insgesamt dürfte sich die Sojaproduktion in Europa 2022 um 4,7% auf 10 Mio. Tonnen erhöhen. Da es noch früh in der Saison ist, basiert jede Prognose auf durchschnittlichen Ertragsentwicklungen der letzten fünf Jahre.

«Donau Soja geht davon aus, dass die erwartete Produktionsausweitung in der EU-27 von 360’000 Tonnen und in Serbien von 240’000 Tonnen mögliche Produktionsverluste in der Ukraine in der Ernte 2022 ersetzen kann. Auch wenn wir keine Verluste erwarten, eher im Gegenteil», sagt Matthias Krön.   

Donau Soja ist eine europäische, gemeinnützige Mitgliederorganisation, die nach eigenen Angaben an der Umstellung der Proteinversorgung Europas teilnimmt und sich dabei besonders für eine gentechnikfreie Sojaproduktion einsetzt.

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