19.05.2013 20:24
Quelle: schweizerbauer.ch - gro
Kartoffeln
Tipps zu Kartoffel-Spätsaat
Mit Hilfe der Sortenliste für Kartoffeln kann das Spätsaatrisiko für jede Sorte eingeschätzt werden. Spät gepflanzte Knollen sind physiologisch älter. Einige anfällige Sorten können verzögert oder mangelhaft auflaufen.

Die anderen Sorten werden ihren Rückstand laut Agroscope durch ein rasches Auflaufen, eine frühere Knollenbildung und einen kürzeren Vegetationszyklus wettmachen, was sich in einem tieferen Ertrag auswirken kann. Agroscope warnt, dass eine im Juni auflaufende Kartoffel den Krankheitserregern, besonders der Kraut- und Knollenfäule, stärker ausgesetzt ist. Über Phytopre, dem Warn- und Prognosemodell von Agroscope, können Fungizid-Behandlungen gezielt vorgenommen werden, um  so die bestmögliche Effizienz zu erreichen. Ausserdem begünstigt ein verdichteter und nasser Boden das Auftreten von Bakterien oder das Ersticken der Knollen.

Von Juli bis August gibt es häufiger warme und trockene Perioden. Diese ziehen vor allem spät angebaute Kartoffeln in Mitleidenschaft, insbesondere, wenn diese ungenügend bewässert sind.  Schliesslich sei erwähnt, dass eine späte Ernte zu Problemen führen kann, wenn es Ende Sommer häufig regnet.
Ein später Kartoffelanbau gefährdet folglich stabile Ernteerträge und erhöht das Kraut- und Knollenfäule-Risiko. Das Angebot an Frühsorten könnte ebenfalls beeinträchtigt werden, vor allem zu Beginn der Verkaufssaison. Bei günstigen Erntebedingungen können diese unangenehmen Folgen jedoch begrenzt werden

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