29.07.2020 06:30
Quelle: schweizerbauer.ch - lid/mgt
Forschung
Vielversprechende Wintergersten-Erträge
Die Sortenversuche 2020 mit Wintergerste von Swissgranum und Agroscope zeigen sehr gute Erträge.

In Zusammenarbeit mit Agroscope, der Groupe Cultures Romandie, dem Forum Ackerbau und der Delley Samen und Pflanzen AG (DSP) testet die Branchenorganisation Swissgranum 20 Wintergerstensorten gemäss ökologischem Leistungsnachweis. Bei Agroscope werden dieselben Sorten im Extenso-Verfahren getestet.

Die Stickstoffdüngung werde aufgrund der Grundlagen für die Düngung im Acker- und Futterbau für jeden Standort spezifisch errechnet, wie Swissgranum in einer Mitteilung schreibt. Beim Extenso-Verfahren wird die Stickstoffzufuhr jedoch um 30 Einheiten vermindert.

2020 hat die Gerste hohe Erträge erbracht, schreibt Swissgranum. Die Standfestigkeit habe je nach Standort stark variiert, im Allgemeinen war sie jedoch gut. Das gleiche gelte für die Krankheiten.

2020: ein sehr gutes Jahr für den Ertrag

Der Ertragsdurchschnitt im ÖLN-Anbau liegt bei 100.8 dt/ha, das heisst 4.2 dt/ha höher als derjenige des Vorjahres (96.6 dt/ha). Im Extenso-Anbau liegt der Unterschied ebenfalls bei 4.2 dt/ha, mit 82.2 dt/ha im Jahr 2020 (78.0 dt/ha im Jahr 2019). Der Ertragsunterschied zwischen ÖLN- und Extenso-Anbau ist dieses Jahr gleich wie letztes Jahr und beträgt 18.6 dt/ha. 2018 lag er bei 6.2 dt/ha.

Die Gerste hat im Jahr 2020 hohe Erträge erbracht. Die Standfestigkeit variierte stark je nach Standort, im Allgemeinen war sie jedoch gut. Das gleiche gilt für die Krankheiten. Bei gewissen Standorten war der Braunrost- und Blattfleckenbefall hoch.

Körner von mittelmässiger Qualität

Die Hektolitergewichte sind durchschnittlich. Im ÖLN-Anbau liegt der Durchschnitt mit 65.7 kg/hl auf dem gleichen Niveau wie 2019. Im Extenso-Anbau liegt er bei 64.5 kg/hl und ist somit um 2.5 kg/hl höher als 2019 bzw. 6.7 kg/hl höher als 2018.

Der Proteingehalt liegt im Extenso-Anbau bei 10.7%. Der Durchschnitt ist leicht tiefer als in den Vorjahren (11.3 und 11.4% im 2018 und 2019). Die Tendenz ist im ÖLN-Anbau umgekehrt. Mit 12.4% ist der Durchschnitt höher als 2019 (11.8%) und vergleichbar mit 2018 (12.3%).

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