Freitag, 20. Mai 2022
12.05.2022 17:02
Getreide

Weizen: Putin erwartet Rekordernte

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: awp

Russlands Präsident Wladimir Putin erwartet in diesem Jahr eine Rekordernte beim Weizen und hat eine Steigerung des Exports angekündigt.

«Nach Einschätzung von Spezialisten – das sind natürlich nur vorläufige Schätzungen – könnte sich die Getreideernte auf 130 Millionen Tonnen belaufen, darunter 87 Millionen Tonnen Weizen», sagte der Kremlchef am Donnerstag auf einer Regierungssitzung.

Weltmarkt beliefern

Seinen Angaben nach wäre das ein Rekord beim Weizen. Russland ist einer der grössten Getreideproduzenten weltweit mit einer wichtigen Rolle für die Welternährung.

Putin kündigte an, bei einem entsprechenden Ernteresultat auch den Export wieder anzukurbeln. Der Rekord «erlaubt es uns, nicht nur problemlos unsere eigenen Bedürfnisse zu decken, sondern auch die Lieferungen auf den Weltmarkt für unsere Partner zu steigern, was für den globalen Lebensmittelmarkt wichtig ist», sagte er.

2017 bisher beste Ernte

Vor dem Hintergrund des russischen Kriegs gegen die Ukraine sind die Lebensmittelpreise in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen. Die Ukraine gehört ebenfalls zu den wichtigsten Weizenexporteuren der Welt. Sie kann aber wegen der durch Russland blockierten Häfen im Schwarzen Meer derzeit nichts ausführen. In vielen Regionen wird eine schlechte Ernte erwartet, weil die vom Westen verhängten Sanktionen gegen Russland und Belarus auch den Export von Düngemitteln beeinträchtigen.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax erzielte Russland 2017 das bisher beste Ernteergebnis. Damals wurden 135,5 Millionen Tonnen Getreide, davon 86 Millionen Tonnen Weizen eingebracht. Im vergangenen Jahr fiel die Ernte mit 121,4 Millionen Tonnen und 76 Millionen Tonnen Weizen verhältnismässig schlecht aus.

Ukrainische Waggons können in EU nicht fahren

Russland ist einer der grössten Getreideproduzenten weltweit mit einer wichtigen Rolle für die Welternährung. Immer problematischer wird die Situation in den Getreidelagern der Ukraine, die ebenfalls zu den wichtigsten Weizenexporteuren der Welt zählt.

Wegen der angespannten Lage hat die EU-Kommission nun einen Aktionsplan veröffentlicht, wie Exporte der Ukraine auf dem Landweg verkauft werden können. Über sogenannte Solidaritätsspuren sollen aber auch Güter wie humanitäre Hilfe ins Land gebracht werden. Zu den Herausforderungen zähle, dass die ukrainischen Waggons nicht mit dem Grossteil des EU-Schienennetzes kompatibel seien, so dass die meisten Waren auf Lastwagen oder andere Waggons umgeladen werden müssten. Für diesen zeitaufwendigen Prozess gebe es an den Grenzen zudem nur wenige Anlagen. -> Mehr gibt es hier

Mehr zum Thema
Pflanzen

Seit 2012 wird der nationale Bioackerbautag vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL, Sativa Rheinau AG (Züchtung, Produktion und Vertrieb von Bio-Saatgut) und Bio Suisse organisiert. - Doris Bigler Am 8.…

Pflanzen

Gemäss den Forschern ist die Verdichtung des Unterbodens nur schwer rückgängig zu machen. - Heinz Röthlisberger Das Gewicht von Mähdreschern nähert sich demjenigen des schwersten Tieres an, das je auf…

Pflanzen

Blühstreifen: Nahrung und Schutz für Nützlinge. - zvg Blühstreifen müssen für Direktzahlungen bis am 15. Mai gesät werden. Ab 2023 heissen sie Nützlingsstreifen. Nur noch eine gute Woche bleibt Zeit,…

Pflanzen

Hans Perter Kocher Unter der Federführung der Hafl und durch die Mithilfe kantonaler Fachstellen wie dem Strickhof wurde in den letzten Jahren ein Bewässerungsmessnetzwerk aufgebaut.  Jährlich werden schweizweit rund 260…

5 Responses

  1. „Ukrainische Waggons können in EU nicht fahren“. Das hätte die EU (und die Schweiz) vor der Verhängung der kriegstreibenden Sanktionen überlegen sollen (Özdemir und Co).
    Russland findet sicher Abnehmer für den Weizen. Auch für das Öl und das Erdgas. China und Indien sind hungrig nach diesen Gütern.
    Europa eigentlich auch. Nur vermasseln sie den freien Handel, weil sie den Kriegstreibern in den eigenen Reihen und in der NATO / USA Gehör schenken.

    1. Westen als Kriegstreiber? Putin der Friedensengel, der gerne aus der Ukraine abziehen würde? Der auch nie blutige und zerstörerische Kriege in anderen Nachbarstaaten geführt hat? Der schon gar nicht freiwillig in die Ukraine einmarschierte? Woher hast du solchen Unsinn? Vom Putin-finanzierten RT? Übrigens schon wieder nach 21 Uhr geschrieben. Muss für dich des Teufels sein.

      1. Es gibt berechtigte (Sicherheits-) Interessen der Länder. Russland hat ein Sicherheitsinteresse und auch die Ostukrainer sind vermehrt auf der Seite der Russen, weil sie von der ukrainischen Marionettenregierung seit 2014 schikaniert werden (mit 14’000 Toten). Der Krieg war von russischer Seite her nicht gewollt, sondern Putin wollte seit 2014 eine diplomatische Lösung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE