5.07.2018 17:15
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Deutschland
Weniger Getreide wegen Trockenheit
Der Deutsche Bauernverband (DBV) rechnet heuer mit einer weit unterdurchschnittlichen Getreide-Ernte. Grund dafür ist die in grossen Teilen Deutschlands vorherrschende Trockenheit.

Der Deutsche Bauernverband (DBV) rechnet heuer mit einer Getreide-Ernte von 41 Mio. Tonnen. Zum Vergleich: Die Durchschnittsmenge der vergangenen 5 Jahre beträgt 47,9 Millionen Tonnen. Bereits das letzte Jahr fiel mit 45,5 Mio. Tonnen unterdurchschnittlich aus. Grund für die kleine Getreide-Ernte ist die in weiten Teilen Deutschlands vorherrschenden Trockenheit. "Einige Betriebe haben wegen der Dürre nicht geerntet, sondern den Bestand direkt gehäckselt", sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied gemäss Mitteilung. 

Die Getreideanbaufläche in Deutschland liegt mit 6,25 Millionen Hektaren in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Die Anbaufläche von Winterweizen – der bedeutendsten Getreideart in Deutschland – ist um knapp 6 Prozent zurückgegangen. Dies ist gemäss Bauernverband auf die schwierigen Aussaatbedingungen im vergangenen Herbst zurückzuführen. 

Extrem hohe Niederschlagsmengen hätten im Norden Deutschlands die Befahrbarkeit der Flächen so stark eingeschränkt, dass die Aussaat des Winterweizens nicht in dem geplanten Anbauumfang habe erfolgen können. Stattdessen sei im Frühjahr Sommerkulturen ausgesät worden. Deren Anbauflächen verzeichnen daher erhebliche Zuwachsraten – der Anbau von Sommergerste nahm um 29 Prozent auf 437’000 Hektaren und der Anbau von Sommerweizen um knapp 160 Prozent auf 108’000 Hektaren zu.

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