25.09.2015 08:57
Quelle: schweizerbauer.ch - Jonas Ingold, lid
Mais
Zuckermais ist im Kommen
Mais ist jahrtausendealt und wird zu vielen Zwecken angebaut. In der Schweiz dominiert der Futtermais, doch auch Zuckermais ist im Kommen.

Mais war schon Jahrtausende vor Christus im Gebiet von Zentralmexiko bekannt. Er stammt wahrscheinlich vom Wildgras Teosinte ab. Nach Europa kam die Pflanze, nachdem Kolumbus sie aus Amerika mitgebracht hatte.

Hauptsächlich Futtermais

Heute ist Mais eine äusserst bedeutende Pflanze. Sie wird oft zur Verfütterung an Nutztiere, aber auch immer mehr zur Herstellung von Agrotreibstoffen angebaut. In den USA landet bereits ein grosser Teil des – dort meist gentechnisch veränderten – Maises in dieser Produktion. Dies wird oft kritisiert, da so die Nahrungsmittelproduktion konkurrenziert wird.

In der Schweiz wird hauptsächlich Futtermais angebaut. Unterschieden wird dabei zwischen Silomais, bei dem die ganze Pflanze siliert wird, und Körnermais, wo die getrockneten Körner gemahlen und verfüttert werden.

Zuckermais: Hochburg Reusstal

Doch auch Zuckermais erfreut sich bei den Konsumenten und Landwirten immer grösserer Beliebtheit. Gemäss dem "Schweizer Bauer” befindet sich die Hochburg des Anbaus im Aargauer Reusstal, wo bereits mehr als 30 Bauernfamilien diesen Mais anbauen. Geerntet wird von Ende Juli bis Ende September, der Mais wird anschliessend frisch oder pasteurisiert verkauft.

Zuckermais unterscheidet sich von Futtermais insofern, als er seinen süssen Geschmack bei der Reife erst später verliert und damit nicht mehlig schmeckt, wenn er rechtzeitig geerntet wird. Der richtige Erntezeitpunkt ist wichtig, denn zu spät geerntet ist er mehlig wie Futtermais.

Tipp

Wer sich überlegt, was er nächstes Jahr im Garten anbauen soll, kann auch Zuckermais in die Planung mit einbeziehen. Dieser sieht nicht nur imposant aus, sondern schmeckt auch bestens.

Oft wird der Maiskolben (zu) lange gekocht. Das ist aber gar nicht nötig. Frisch aus dem Garten oder frisch gekauft reichen 5 bis 7 Minuten im kochenden Wasser. Danach kann der Mais gesalzen und mit Butter eingerieben werden und schmeckt köstlich.

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