22.07.2019 12:00
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Forschung
Zwischenfruchtmischungen geeignet
Abfrierende Zwischenfrüchte stellen auch in Trockenjahren keine Wasserkonkurrenz für die nachfolgende Hauptkultur dar und verbessern sogar den Bodenwasserhaushalt.

Auf dieses Ergebnis aus dem Bodenforschungsprojekt „CATCHY“ der deutschen Regierung hat die Deutsche Saatveredelung (DSV) als einer der Projektpartner am vergangenen Donnerstag in Lippstadt hingewiesen.

Laut Norman Gentsch vom Institut für Bodenkunde der Universität Hannover ist die mikrobielle Gemeinschaft im Wurzelraum umso diverser, je höher die Pflanzenvielfalt in Zwischenfruchtmischungen ist. „In der richtigen Kombination können Mischungen als wirksames Instrument zur effizienten Nährstofferschließung und -freisetzung eingesetzt werden und damit die Hauptfrucht leistungsfähiger und robuster machen“, erläuterte der Experte.

Der DSV zufolge ist das Wasserhaushaltsmanagement auf den Anbauflächen durch die zunehmende Frühjahrs- und Sommertrockenheit in Folge des Klimawandels von zentraler Bedeutung. Hier böten abfrierende Zwischenfrüchte einen klaren Vorteil gegenüber überwinternden Kulturen und Brache. Stehende Biomasse und eine erhöhte Verdunstung auf der Brache könnten bei unzureichenden Niederschlägen zu einer Zehrung der Wasserreserven über den Winter führen, so die DSV.

Dagegen bilde die Zwischenfrucht nach dem Abfrieren eine Mulchdecke. Im Vergleich zur Brache seien alle Zwischenfruchtvarianten im „CATCHY“-Projekt, außer Senf im Frühjahr 2019, mit einem deutlichen Plus an Bodenfeuchte in dieMaisaussaat gegangen.

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