Freitag, 5. März 2021
02.01.2021 18:56
Deutschland

D: Sorghum-Anbaufläche steigt stetig

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Von: AgE

Der Anbau von Sorghum in Deutschland zeigt ein langsames Wachstum. Darauf hat das Deutsche Maiskomitee (DMK) hingewiesen. 

Die Bonner Marktexperten sehen veränderte Rahmen- und Klimabedingungen als Grund für diese Entwicklung. Da die Anbauzahlen für Sorghum in der offiziellen Statistik wegen der zu geringen Datengrundlage nicht gesondert ausgewiesen werden, hat das DMK nach eigenen Angaben in Zusammenarbeit mit den Landesämtern, Landwirtschaftskammern und Statistischen Landesämtern die entsprechenden Anbauzahlen errechnet.

Dazu seien die Einzeldaten von Rispenhirse, Sorghumhirse, Kolbenhirse und Sudangras zu Sorghum zusammengefasst worden, wobei man grösstenteils Daten erst ab dem Jahr 2015 erfasst habe.

Trockenheitsgebiete bauen eher an

Während laut Maiskomitee die Anbaufläche von Sorghum 2015 bundesweit bei rund 8’600 ha lag, wurde sie in der Folge auf 7’000 ha eingeschränkt. Erst nach dem ersten Trockenjahr 2018 hätten die Landwirte das Sorghumareal auf 9 ‘100 ha erweitert, und 2020 sei eine Gesamtfläche von etwa 11’100 ha verzeichnet worden.

Vor allem in den von Trockenheit besonders betroffenen Bundesländern Brandenburg und Sachsen-Anhalt, aber auch in Bayern sei in den letzten drei Jahren eine starke Ausweitung des Sorghumanbaus beobachtet worden.

Entwicklung schwierig vorherzusagen

In den übrigen Bundesländern sei der Zuwachs hingegen eher moderat bis stagnierend gewesen. Wie sich der Sorghumanbau in den nächsten Jahren entwickeln werde, lasse sich nur schwer voraussagen, so das DMK. In erster Linie werde es darauf ankommen, inwieweit Landwirte die Ernteprodukte von Sorghum in ihrem Betrieb einsetzen könnten.

Zudem seien insbesondere die nördlichen Bundesländer auf kältetolerante Sorten angewiesen, um die Kultur entsprechend etablieren zu können. Letztlich werde aber auch die weitere Entwicklung im Bereich Biogas entscheidend dafür sein, ob mehr oder weniger Sorghum als Maissubstitut eingesetzt werde.

 

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