13.12.2017 11:22
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Bund
Agroscope-Leiter tritt zurück
Michael Gysi wird die Forschungsanstalt Agroscope Ende März 2018 verlassen. Er wird die Leitung der Careum Gruppe in Zürich übernehmen. Gysi war seit 2013 Chef von Agroscope.

Gysi verantwortet als Leiter Agroscope die Führung von sämtlichen Agroscope-Standorten. «Unter seiner Leitung wurde die Neupositionierung von Agroscope als Kompetenzzentrum der landwirtschaftlichen Forschung vorangetrieben», schreibt das Bundesamt für Landwirtschaft in einer Mitteilung von Mittwoch. Gysi war zudem Mitglied des Agroscope-Rates und an neuen Kooperationsformen mit Kantonen und Privaten im Bereich Infrastrukturen und Flächen Agroscope beteiligt. Das BLW danke Gysi für seinen wertvollen Einsatz für Agroscope, heisst es weiter.

Die Forschungsanstalt sei heute mit einer modernen «Governance» (Führung) ausgestattet und schlank organisiert, heisst es weiter. Agroscope wird zum grössten Teil vom Bund finanziert. 

Neuer Arbeitgeber von Gysi wird die Careum Gruppe. Die Careum Stiftung umfasst nach eigenen Angaben neben der Stiftungsleitung und -verwaltung die Bereiche Careum Bildungsentwicklung, Careum Forschung und Careum Verlag. Zusätzlich hält Careum Beteiligungen an den Bildungsanbietern Careum Bildungszentrum, Kalaidos Fachhochschule Gesundheit und Careum Weiterbildung. Der Careum Verlag ist spezialisiert auf die Entwicklung und Produktion von Lern- und Lehrmitteln für Gesundheits- und Sozialberufe.

Das vergangene Jahr brachte der Forschungsanstalt unruhige Zeiten. Im April 2016 gab die Forschungsanstalt eine Reorganisation bekannt. Die vier Forschungsinstitute und 19 Forschungsbereiche wurden auf den 1. Januar 2017 aufgehoben und durch zehn Einheiten ersetzt. Diese erbringen nun die Leistungen von Agroscope. Mit der Aufhebung von vier Instituten und der damit verbundenen Abschaffung einer Führungsebene wurde der personelle und administrative Overhead deutlich gesenkt. Abgebaut wurden insgesamt 24 Kaderstellen. Die Streichung entlastet das Budget der Forschungsanstalt um rund 2 Millionen Franken.

Erst am 1. Januar 2014 wurde Agroscope reorganisiert und in vier Institute unter einer Leitung (CEO) gegliedert. Damit sollte insbesondere die Effizienz und Flexibilität erhöht und die praxisrelevante wissenschaftliche Leistung gestärkt werden. Diese Ziele seien nur teilweise erreicht worden, begründete Agroscope im April 2016 die weiteren Reformschritte. 


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