16.05.2017 16:39
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Bern
Allergiezentrum warnt vor hoher Gräserpollenkonzentration
Pollenallergikern steht eine leidige Zeit bevor: Nach dem wechselhaften und kühlen Wetter der vergangenen Wochen blühen die Gräser jetzt überall auf. Vielerorts in der Schweiz werden hohe Konzentrationen von Gräserpollen erwartet.

Bisher hatten Betroffene Wetterglück: Kälte und Regen bremsten Ende April und Anfang Mai den Blühbeginn der Gräser abrupt. Doch nun beginnt das Leiden wieder: «Ab sofort ist immer wieder mit starken Belastungen zu rechnen - ausser in den Bergen, wo die Gräser erst später blühen», liess sich Regula Gehrig, Biometeorologin von MeteoSchweiz, in einer Mitteilung des Schweizer Allergiezentrums «aha!» vom Dienstag zitieren.

Nicht zu unterschätzende Allergien

Gräserpollen sind bei Heuschnupfengeplagten besonders gefürchtet. Sie sind die Hauptauslöser des mühsamen Heuschnupfens: Über 1,2 Millionen Menschen in der Schweiz sind sensibilisiert. Hinzu kommt die lange Blühsaison der Gräser: Von Mai bis Anfang August verursachen die Eiweisse der Pollen bei Allergikerinnen und Allergikern Niesattacken, eine laufende oder verstopfte Nase, juckende, gerötete und tränende Augen sowie Juckreiz in Gaumen, Nase und Ohren.

Das Allergiezentrum rät, eine vermutete Pollenallergie immer abzuklären. Unbehandelt könne daraus sonst Asthma entstehen. Medikamente in Form von Nasensprays, Augentropfen oder Tabletten lindern die Symptome. Mit einer Spezifischen Immuntherapie (SIT) wird der Körper langsam, innerhalb von drei bis fünf Jahren, an das Allergen gewöhnt, bis er nicht mehr allergisch reagiert.

Tipps für höhere Lebensqualität

Bei erhöhter Pollenkonzentration in der Luft und bei schönem, windigen Wetter ist zudem nur ein kurzer Aufenthalt an der frischen Luft ratsam. Empfohlen wird auch, eine Sonnenbrille zu tragen.

Als einer der Hauptgründe für die starke Zunahme von Allergien über die letzten Jahrzehnte wird der hohe Lebens- und Hygienestandard genannt. Gemäss dieser Theorie fehlen dem Immunsystem immer mehr die «natürlichen» Feinde (Parasiten, Viren, Bakterien). Es wehrt sich deshalb vermehrt gegen harmlose Stoffe.

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