1.10.2020 08:05
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Forschung
Ernährungssicherheit mit KI
Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat sich gemeinsam mit den Unternehmen IBM und Microsoft sowie der Päpstlichen Akademie für das Leben erneut zu dem Ziel bekannt, bei der Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) niemanden zurückzulassen und nachhaltige Wege zur Ernährungssicherheit zu fördern.

Der Wandel in den Ernährungssystemen erfordere innovative Lösungen, um die Ernährungssicherheit für alle Menschen sicherzustellen, erklärte FAO-Generaldirektor Dr. Qu Dongyu vergangene Woche anlässlich der Online-Veranstaltung „AI, Food for All“. 

Laut Qu arbeitett die FAO neben der Entwicklung von KI-basierten Instrumenten auch an einer internationalen Plattform für digitale Ernährung und Landwirtschaft. Das Forum solle unter Einbeziehung vieler Interessengruppen die potentiellen Vorteile und Risiken der Digitalisierung in den betroffenen Branchen identifizieren und diskutieren. Nach Ansicht des Präsidenten von Microsoft, Brad Smith, werden sich Technologien wie KI und Maschinelles Lernen bei der Bekämpfung von Hunger und Ernährungsproblemen als sehr hilfreich erweisen, insbesondere vor dem Hintergrund des Klimawandels. 

Mit Hilfe von Vorhersagen könnten beispielsweise Hungersnöte verhindert und Leben gerettet werden. Laut dem Präsidenten der Päpstlichen Akademie, Erzbischof Vincenzo Paglia, haben westliche Technologien in der Lebensmittelherstellung und -verarbeitung signifikante Auswirkungen auf die Esskultur aller Völker gehabt. Alle müssten ausreichend mit Nahrung versorgt sein, aber es müssten nicht alle dasselbe essen. 

Künstliche Intelligenz wird der FAO zufolge beim Wandel der Ernährungssysteme eine wichtige Rolle spielen und dabei helfen, die Ernährungssicherheit zu bewahren. In der Landwirtschaft spiele KI vor allem in den Bereichen Robotik, der Überwachung von Böden und Kulturen sowie Vorhersagen eine zunehmend grössere Rolle. Fortschritte in diesen Bereichen könnten vor dem Hintergrund des Klimawandels, des Bevölkerungswachstums und des Ressourcenschwundes den Schutz von Wasser und Boden voranbringen und damit wesentlich zur Ernährungssicherheit beitragen.

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