13.08.2015 11:22
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Biolandbau
FiBL und Agroscope verstärken Zusammenarbeit
Das Potenzial der biologischen Landwirtschaft und der artgerechten Tierhaltung in der Schweiz soll besser genutzt werden. Aus diesem Grund verstärken das Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL und die landwirtschaftliche Forschungsanstalt Agroscope ihre Zusammenarbeit.

Der Forschungsplatz Schweiz werde dadurch national und international gestärkt, sagte FiBL-Direktor Urs Niggli vor den Medien am Donnerstag. Auch Agroscope-Chef Michael Gysi zeigte sich überzeugt, dass die beiden Forschungs-Institute gut zusammenpassten.

„Biospezifischen Lösungen brauchen eigene Forschungskapazitäten“, erklärte Eva Reinhard, stellvertretende Direktorin des Bundesamtes für Landwirtschaft, auf dem Biohof der Familie Siegenthaler in Münsingen (BE) anlässlich der Lancierungsfeier. „Dank der engen Zusammenarbeit zwischen FiBL und Agroscope werden diese in Zukunft zur Verfügung stehen. Beide Institutionen sind hochqualifiziert und können Synergien gut nutzen“, sagte sie weiter. Die Bauernfamilien erwarten von der Forschung biospezifische Lösungen für ihre produktionstechnischen Probleme. Ansätze, die in der integrierten Produktion funktionieren, erfordern auf Biobetrieben häufig einen komplexeren Systemansatz.

Das Memorandum of Understanding sieht vor, die Zusammenarbeit auf allen Gebieten der «landwirtschaftlichen und lebensmitteltechnischen Forschung» zu intensivieren. Die beiden Institute wollen so die für die Forschung «kritische Masse» in der biologischen Landwirtschaft und der artgerechten Tierhaltung sichern. Dadurch soll eine Landwirtschaft gefördert werden, die zugleich produktiv und ressourcenschonend sei.

In einem mit Bio Suisse gemeinsam getragenen Nationalen Bioforschungsforum werden die Forschungsbedürfnisse der Anspruchsgruppen abgeklärt, für gemeinsame Projekte werden Forschungskonsortien gebildet. Im Rahmen von gemeinsamen Forschungsvorhaben sollen Forschungs- und Versuchseinrichtungen sowie sonstige Geräte und Anlagen gegenseitigen genutzt werden können.

FiBL und Agroscope arbeiten bereits heute zusammen. Sie betreiben unter anderem seit 1978 ein Vergleichs-Projekt von biologischen und konventionellen Anbausystemen, prüfen gemeinsam Getreide-, Apfel- und Kartoffelsorten unter Biobedingungen und forschen gegen die Kirschessigfliegen.

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