19.05.2018 15:30
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Kartoffeln
Knollenfäule erfolgreich bekämpft
Ein Team von Wissenschaftlern der Universität Wageningen und des irischen Agrarforschungsinstituts (TEAGASC) haben mit einer Strategie für integrierten Pflanzenschutz sehr gute Ergebnisse bei der umweltfreundlichen Bekämpfung der Kraut- und Knollenfäule in Kartoffeln mit entsprechenden Resistenzen erzielt.

Wie die holländische Universität am Dienstag vergangener Woche erklärte, konnte dabei der Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln deutlich eingeschränkt werden.

So sei für die konventionelle und phytophthora-resistente Sorte „Sarpo Mira“ sowie für eine cisgene und ebenfalls resistente Variante der Sorte „Désirée“ im Rahmen von mehrjährigen Anbauversuchen die Fungizidausbringung im Vergleich zum Anbau der mehltauanfälligen „Désirée“-Variante durchschnittlich um 80 % bis 90 % zurückgefahren worden.

Dabei wurden der Hochschule zufolge in der Vergleichsgruppe wöchentlich chemische Pflanzenschutzmittel ausgebracht, während beim integrierten Pflanzenschutz die Überschreitung von Schadschwellen ausschlaggebend war. In einem weiteren Versuch, bei dem allein der integrierte Pflanzenschutz beim Anbau der nicht-resistenten Sorte angewendet worden sei, sei der Fungizideinsatz um immerhin 15 % zurückgegangen. Die Studie ist im „European Journal of Agronomy“, Volume 96 (2018) veröffentlicht worden. 


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