5.08.2019 11:01
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Forschung
KWS mit neuen Maishybridsorten
Der Saatguthersteller KWS hat sechs neue Maishybridsorten für seine beiden Marken KWS und Riber auf den brasilianischen Markt gebracht. Wie das Unternehmen mitteilte, zeichnen sich diese Sorten durch eine Kombination aus „genetischem Potential“ und Insektenschutz aus.

„Die neuen Hybriden sind in hohem Masse wettbewerbsfähig in Bezug auf Ertrag, Toleranz gegen weitverbreitete Herbizide sowie in der Widerstandsfähigkeit gegen eine Reihe von Raupenschädlingen“, erklärte der Regionalleiter für Brasilien und Argentinien, Marcelo Salles. Es handele sich um eine Kombination der neuesten, urheberrechtlich geschützten Genetik von KWS mit dem von Syngenta entwickelten „Trait-Stack VIP3“, das an KWS lizensiert sei.

Diese Technologie sorge dafür, dass die Pflanzen während der gesamten Vegetationsperiode mit einer hohen Widerstandsfähigkeit gegen ein breites Spektrum von Lepidoptera-Schädlingen ausgestattet seien, erläuterte Salles. Diese fänden in Brasilien eine weite Verbreitung und könnten ansonsten nur mit konventionellen Pflanzenschutzmitteln unter hohen Aufwandmengen bekämpft werden.

Der Saatgutentwickler kündigte an, mit seinem Züchtungsprogramm für Mais sein Sortiment in den kommenden Jahren in Brasilien weiter auszubauen. Angesichts der züchterischen Fortschritte und der Verkaufszahlen sei man zuversichtlich, in dem Land mittel- bis langfristig zu einem der führenden Anbieter von Maissaatgut zu werden.

KWS agiert nach eigenen Angaben seit der Übernahme des Maissaatgutanbieters Riber im Jahr 2012 auf dem brasilianischen Markt. Seitdem sei der Marktanteil bei Maissaatgut von rund 3 % auf etwa 7 % ausgebaut worden und nehme damit derzeit den fünften Rang ein. Salles erinnerte daran, dass Brasilien mit einer Maisanbaufläche von rund 15 Mio ha weltweit den drittgrössten Markt für Mais darstelle, nach den USA und China mit jeweils rund 36 Mio ha. 

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