6.06.2017 09:29
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Forschung
Maiskulturgut nutzbar machen
Die grosse Zahl verfügbarer Landrassen bei Mais bildet eine breite Basis, um die Pflanzeneigenschaften des Getreides weiter zu verbessern.

Wie Prof. Albrecht Melchinger von der Universität Hohenheim auf einer französisch-deutschen Maiszüchtertagung in Stuttgart erklärte, wurde die heute bestehende, grosse genetische Vielfalt von Bauern durch Auslese und Anpassung an standortspezifische Bedingungen in den vergangenen 500 Jahren in Europa geschaffen.

„Mit den modernen Werkzeugen der Genomanalyse und Doppelhaploiden-Technik können wir heutzutage diesen Reichtum an Biodiversität für die Verbesserung der Trocken- und Hitzetoleranz sowie der Resistenzeigenschaften gezielt nutzen“, betonte der Forscher. Allerdings bedürfe es dazu erheblicher Anstrengungen und einer engen Partnerschaft zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.

Die Züchtertagung wurde vom Deutschen Maiskomitee (DMK) gemeinsam mit der Universität Hohenheim und den französischen Partnern Association des Seléctionneurs Francais (A.S.F.), dem Institut National de la Recherche Agronomique (INRA) sowie der Gesellschaft für Pflanzenzüchtung (GPZ) veranstaltet. Die Erfassung, Darstellung, Bewahrung und Nutzung der genetischen Vielfalt von Mais wurde dort in insgesamt 22 Vorträgen aus den verschiedensten Blickwinkeln und auch aus mehreren Ländern dargestellt. 

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