4.06.2020 13:33
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/blu
Parlament
Mehr Geld für Agrarforschung
Die Einsparungen, die durch die Umstrukturierung von Agroscope erzielt werden, sollen sofort in die Agrarforschung fliessen. Das verlangt der Nationalrat. Der Bundesrat möchte damit zunächst Bauprojekte finanzieren.

Er hatte die Details des neuen Standortkonzepts für Agroscope Anfang Mai vorgestellt. Darin ist vorgesehen, bis 2028 frei werdende Mittel in Höhe von 31 Millionen Franken für die Infrastruktur einzusetzen, insbesondere für den Aufbau von dezentralen Versuchsstationen. Erst danach sollen die Effizienzgewinne vollständig für die landwirtschaftliche Forschung verwendet werden. Es geht um 13 Millionen Franken pro Jahr.

Die Finanzkommission reichte jedoch eine Motion ein mit der Forderung, dass der gesamte Betrag sofort in die Forschung fliessen soll. Angesichts der Umwelt- und Klimaprobleme gehe es darum, so rasch wie möglich Lösungen zu finden, sagte Kommissionssprecherin Ursula Schneider Schüttel (SP/FR).

Landwirtschaftsminister Guy Parmelin verteidigte das Konzept des Bundesrats. Es gelte, die Bundeskasse nicht mehr als nötig zu belasten. Der Nationalrat stimmte der Motion jedoch mit 186 zu 4 Stimmen zu. Diese geht nun an den Ständerat.

Der Schweizer Bauernverband (SBV) ist über den Entscheid des Nationalrats sehr erfreut. «Um die steigenden Erwartungen zu erfüllen, die Herausforderungen des Klimawandels anzugehen und die Auswirkungen der landwirtschaftlichen Tätigkeit auf die Umwelt zu verringern, ist die Landwirtschaft dringend auf Forschungsunterstützung angewiesen», heisst es in der Mitteilung. Der Nutzen komme der gesamten Gesellschaft zugute. Die Forschung müsse viele offene Fragen beantworten sowie Verbesserungen und Produktionsalternativen entwickeln und dabei sich ständig weiterentwickelnde Technologien berücksichtigen. 

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