23.05.2018 17:01
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Agroscope
Milchbauern: Praxisnahe Forschung
Der Vorstand der Schweizer Milchproduzenten hat sich von Agroscope-Chefin Eva Reinhard über die Zukunft der landwirtschaftlichen Forschung in der Schweiz informieren lassen. Die Ausführungen von Reinhard seien mehrheitlich mit Applaus aufgenommen worden, so die SMP.

Agroscope erbringe für die milchwirtschaftliche Praxis und die Gesellschaft Leistungen, die nicht einfach im Ausland eingekauft werden könnten, teilen die SMP mit. Diese Leistungen seien aus nationaler Sicht wichtiger als einzelne Standorte und müssten gesichert bleiben. 

Der SMP-Vorstand liess sich von der neuen Agroscope-Chefin Eva Reinhard und Geschäftsleitungsmitglied Nadja El Benni direkt über die Pläne von Agroscope informieren. Zuletzt war viel Kritik an Plänen des Bundesrates aufgekommen, die bisherigen Agroscope-Standorte in Posieux zu zentralisieren. 

Agroscope habe mit knapp 50 Millionen Franken hohe Infrastrukturkosten, die in erster Linie auf die vielen Standorte und teure Immobilien zurückzuführen seien, so die SMP. Dies habe dazu geführt, dass in den letzten Jahren Einsparungen durch Sparmassnahmen bei Projekten umgesetzt worden seien. Der SMP-Vorstand sei sich aber im Klaren, dass erfolgreiche Forschung nur mit qualifiziertem Personal möglich sei und fordert die Agroscope-Führung auf, alles daran zu setzen, dass die Gelder nicht in der teuren Infrastruktur versandeten. 

Der SMP-Vorstand habe von der Agroscope-Führung entgegengenommen, dass genau dies das Ziel des Umbaus sei: Ein ergebnis-orientierter Mitteleinsatz. Für die SMP ist es wichtig, dass die Milch auch in Zukunft in der Agroscope-Forschung ein grosses Gewicht hat.

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