7.11.2013 12:48
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Tomaten
Mit Ethylen mehr Gewinn erzielen
Das Begasen mit Ethylen verspricht mehrere Vorteile. Damit können die letzten noch unreifen Tomaten-Rispen doch noch reif werden, der Gewinn gesteigert und die Nahrungsmittelabfälle reduziert werden. Dies geht aus einem Versuch der Agroscope hervor.

Mit dem reifeförderenden Gas können gegen Ende der Kultur bis zwei zusätzliche Tomaten-Rispen doch noch reif werden, teilt die Forschungsanstalt Agroscope am Donnerstag in einem Communiqué mit. Die Wissenschaftler haben in einem Venlo-Gewächshaus entsprechende Versuche in Zusammenarbeit mit Carbagas getätigt.

In einem Abteil wurden während elf aufeinanderfolgenden Nächten die Rispen-Tomaten mit Ethylen behandelt, im anderen Abteil nicht. Das Resultat lässt aufhorchen. Mit Begasung konnten 16’000 Rispen pro Hektar mehr geerntet werden, dass heisst rund 8’000 kg/ha (+2 Prozent des Gesamtertrags). Dies entspricht einem zusätzlichen Ertrag von etwa 12’000 Franken pro Tag. Die Kosten für die Installation (Abschreibung nach 10 Jahren) und das reine Ethylen belaufen sich gemäss Schätzungen der Agroscope auf 700 Franken pro Hektar.

Die Fruchtqualität (Gesamtsäure, Refraktionsindex und Festigkeit) variiert je nach Sorte. Früchte, welche mit Ethylen behandelt wurden, sind tendenziell eher fester, schreibt die Forschungsanstalt. Eventuell wirke Ethylen stärker auf den Chlorophyllabbau als auf das Weichwerden des Fruchtfleisches. Daher sind die Früchte optisch reif, aber dennoch fest, heisst es weiter. Auf den Säuregehalt hatte das Ethylen-Gas hingegen keine Auswirkungen.

Ethylen ist ein natürliches Gas, das von Früchten, insbesondere von Tomaten, beim Reifeprozess produziert wird.

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