10.02.2020 07:01
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Forschung
Nutzpilze sollen Kartoffeln stärken
Wie der Einsatz von Nutzpilzen den Anbau von Kartoffeln verbessern kann, untersucht jetzt die Hochschule Rhein-Waal gemeinsam mit der Fachhochschule Bielefeld sowie den Unternehmen Biocare und Freudenberger.

Die Folgen der Klimaveränderungen sowie steigender Schädlingsbefall haben Auswirkungen auf das Wachstum der Kartoffel. Wie die Hochschule in Kleve in der vergangenen Woche berichtete, werden Formulierungs- und Ummantelungsverfahren für Saatgut entwickelt, die mit Hilfe von verschiedenen Nutzpilzen die Fruchtfolge nachhaltig stärken sollen.

Voraussetzung für eine optimale Pflanzenentwicklung sind gemäss den Hochschulen eine ausreichende Nährstoffversorgung, gute Bodenbedingungen und Wurzeln, die widerstandsfähig gegenüber Schädlingen wie Nematoden (Fadenwürmern) sind. Das Besondere an dem Projekt ist, dass sowohl die Kartoffel als auch die Zwischenfrucht gestärkt werden sollen.

Eine Zwischenfrucht wird im Herbst gepflanzt und sorgt für günstigere Bodenbedingungen und soll mit Hilfe der im Projekt entwickelten Anwendung das Vorkommen pflanzenschädlicher Nematoden im Boden reduzieren. Die Qualität der Kartoffeln, die in der Fruchtfolge anschliessend im Frühjahr gepflanzt werden, wird so langfristig verbessert, schreiben die Forscher.  

Das Forschungsprojekt „Entwicklung von innovativen Formulierungsverfahren mit Nutzpilzen als neuartige Pflanzenstärkungsmittel für die Kartoffelfruchtfolge (FORK)“ wird nach Angaben der Hochschule vom Bundesforschungsministerium gefördert. Insgesamt 300'000 Euro der Fördergelder gingen nach Kleve (D), wo der Schwerpunkt auf Wirksamkeitstests der entwickelten Produkte in Gefässversuchen im Klimahaus und mittels Laboranalysen liege. In Kooperation mit landwirtschaftlichen Betrieben würden die Entwicklungen zudem auch im Feld getestet.

Mehr dazu hier

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE